Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Adventskalender

NRW-Behörde weist Mineralölrückstände in Adventskalendern nach

18.12.2012 | 12:01 Uhr
NRW-Behörde weist Mineralölrückstände in Adventskalendern nach
Nach der Stiftung Warentest hat nun auch das Verbraucherministeriums Mineralölrückstände in Adventskalendern nachgewiesen.Foto: dapd

Düsseldorf.  Rückendeckung für die Stiftung Warentest im Streit mit Adventskalender-Herstellern: Das NRW-Verbraucherministerium hat die Testergebnisse der Stiftung bestätigt, wonach mehrere Schokoladen-Adventskalender Mineralölrückstände enthalten. Die Problematik sei "nicht auf Adventskalender beschränkt."

Nach der Stiftung Warentest hat nun auch eine nordrhein-westfälische Behörde Rückstände in Adventskalenderschokolade mit womöglich krebserregender Wirkung nachgewiesen. In fünf von elf untersuchten Kalendern seien in Schokostücken aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt worden, hieß es in einem am Dienstag in Düsseldorf veröffentlichten Bericht des Landesverbraucherministeriums. Entsprechende Belastungen seien damit "erstmals von amtlicher Seite" festgestellt worden, erklärte ein Ministeriumssprecher. Die Ergebnisse der Stiftung Warentest könnten damit bestätigt werden.

In einem Fall sei "klar nachgewiesen" worden, dass die Ursache für die Belastung der Schokoladenstücke die Druckfarbe der Verpackung gewesen sei, erklärte der Ministeriumssprecher. Diese sei von der Verpackung auf die Schokolade übergegangen. Da entsprechend belastete Druckfarben aber "auf vielen Lebensmittelverpackungen" zu finden seien, "müssen wir davon ausgehen, dass diese Problematik nicht auf die Kalender beschränkt ist".

Stiftung Warentest fand Ölrückstände in 24 Adventskalendern

Nachricht vom 26.11.2012
Adventskalender: Bundesamt schätzt Risiko sehr gering ein

Hersteller zweifeln Warentest an. Auch weil es kein anerkanntes Messverfahren gibt

Die Stiftung Warentest hatte Ende November einen Test veröffentlicht, in dem sie in den Schokostückchen aus 24 Adventskalendern Rückstände aus Mineralölen und ähnlichen Substanzen nachwies. In neun Kalendern enthielten die Schokostücke laut Stiftung sogar besonders kritische Stoffe, und zwar aromatische Mineralöle. Wahrscheinlich stammen die Öle aus dem Verpackungskarton. Dieser wird laut Stiftung häufig aus Recycling-Papier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt ist.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann ein "mögliches krebserzeugendes Potential" aromatischer Kohlenwasserstoffe nicht ausgeschlossen werden. Die Untersuchung für das nordrhein-westfälische Verbraucherministerium erstellte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe. (afp)

Kommentare
18.12.2012
19:03
NRW-Behörde weist Mineralölrückstände in Adventskalendern nach
von Juelicher | #3

Meines Wissens hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung wegen der Adventskalender nach den Veröffentlichungen der Stiftung Warentest bereit Entwarnung gegeben. Die nachweisbaren Mengen seien völlig unbedenklich. Man hatte Warentest sogar bewusste Überspitzung ihrer Aussagen aus Werbegründen in der Weihnachtszeit vorgeworfen.
Natürlich haben die Stoffe grundsätzlich ein kanzerogenes Potential, dass allerdings von den Mengen im Produkt abhängig ist. Nichts anderes bedeutet die Aussage des Instituts im unteren Teil des Artikels.
Das grüne Verbraucherschutzministerium wolllte sich hier wohl mit demselben Thema nochmals profilieren - ohne die Belastung in irgendeiner Form zu quantifizieren. Feststellen kann man alles Mögliche! Nur zu welcher Gefährdungseinschätzung führt dies konkret?

18.12.2012
16:35
NRW-Behörde weist Mineralölrückstände in Adventskalendern nach
von herberger | #2

Wenn ich so die täglichen Artikel lese, wünsche ich mir auch manchmal einen Warnhinweis: Achtung, das Lesen des Artikels kann zur völligen Verblödung führen.

18.12.2012
13:29
NRW-Behörde weist Mineralölrückstände in Adventskalendern nach
von heindaddel | #1

So ist und bleibt der Verbraucher der "Müllschlucher" der Lebensmittelindustrie.Es wird bald Grass über die Sache gewachsen sein und dann gehts fröhlich weiter.

Funktionen
Lesen Sie auch
Aus dem Ressort
Warnstreiks bei der Post auch am Donnerstag
Warnstreik
Verdi hat bundesweit Zusteller der Post zu Warnstreiks aufgerufen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für die Region zusammengestellt.
Tanken an Ostern – Droht ein Preissprung an der Zapfsäule?
Benzinpreise
Es war fast ein Ritual: Vor Feiertagen wurde der Sprit teurer. Autofahrer witterten Abzocke. Doch seit Jahren gibt es das große Plus nicht mehr.
17,50 statt 17,98 Euro - warum der Rundfunkbeitrag sinkt
GEZ
1,5 Milliarden Euro zusätzlich bringt der Rundfunkbeitrag von 2013 bis 2016. Damit hatten ARD und ZDF nicht gerechnet. Ist noch eine Senkung möglich?
Software-Probleme - Steuerbescheid kommt für viele später
Steuererklärung
Viele Steuerzahler müssen wegen Software-Problemen länger auf ihren Bescheid warten. Betroffen sind alle Steuererklärungen mit der Anlage KAP.
Jeder Achte setzt auf Produkte ohne Aluminium
Verbraucher
Die Angst vor einem Gesundheitsrisiko bei der Nutzung von aluminiumhaltigen Produkten treibt viele Bundesbürger zum Verzicht.
Fotos und Videos
Foodwatch-Wahl zur größten Werbelüge
Bildgalerie
Windbeutel 2014
Das sind iPhone 6 und Apple-Watch
Bildgalerie
Apple-Neuheiten
Wie Wirte ihre Gäste betrügen
Bildgalerie
Gastronomie
article
7405823
NRW-Behörde weist Mineralölrückstände in Adventskalendern nach
NRW-Behörde weist Mineralölrückstände in Adventskalendern nach
$description$
http://www.derwesten.de/wirtschaft/verbraucher/nrw-behoerde-weist-mineraloelrueckstaende-in-adventskalendern-nach-id7405823.html
2012-12-18 12:01
Adventskalender,Schokolade
Verbraucher