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P-Konten

Hohe Gebühren für P-Konto müssen nicht gezahlt werden

07.06.2013 | 12:00 Uhr
Hohe Gebühren für P-Konto müssen nicht gezahlt werden
Wer zu hohe Gebühren für ein P-Konto gezahlt hat, kann diese zurückfordern. Betroffene müssen sich direkt an die Bank wenden. Das Geld wird nur auf Antrag erstattet.Foto: dpa

Hamburg.  Pfändungsschutzkonten dürfen nicht teurer sein als normale Konten. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Ein zum P-Konto umgewandeltes Girokonto wird für Kunden eingerichtet, die Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten. Trotz Pfändung sollen sie Zahlungen über das Konto abwickeln können.

Ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) darf nicht mehr kosten als ein normales Girokonto. "Das hat der Bundesgerichtshof ganz klar entschieden", sagte Pamela Wellmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf der Internationalen Konferenz zu Finanzdienstleistungen in Hamburg. "Allerdings halten sich in der Praxis nicht alle Geldinstitute daran."

Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass hohe Gebühren für ein P-Konto unzulässig sind (Az.: XI ZR 500/11 und XI ZR 145/12). Auch Extraforderungen etwa für Überweisungen oder Lastschriften sind nicht erlaubt. Ein zum P-Konto umgewandeltes Girokonto wird für Kunden eingerichtet, die Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten. Sie sollen trotz Pfändung Zahlungen über das Konto abwickeln und Bargeld abheben können.

Zu hohe Gebühren nur auf Antrag erstattet

Betroffene sollten zu hohe Gebühren zurückfordern. "Wenden Sie sich direkt an die Bank", empfahl Wellmann. Denn das Geld werde nur auf Antrag erstattet. Ein Musterbrief zur Rückforderung ist im Internet zu finden. "Wenn das nicht hilft, können Verbraucher sich auch an den Ombudsmann wenden", riet die Verbraucherschützerin.

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Ein weiterer Kritikpunkt: "Die Kunden bekommen oft zu wenig Informationen, wenn sie ihr Konto in ein P-Konto umwandeln ", erklärte Wellmann. "Banken klären Verbraucher zum Beispiel nicht immer über die Funktionen des P-Kontos auf." Auch blieben Kunden häufig darüber im Unklaren, dass der reguläre Freibetrag in Höhe von rund 1028 Euro erhöht werden kann. Das gilt zum Beispiel, wenn Betroffene Unterhaltspflichten erfüllen müssen. "Auch da hilft nur eines", sagte Wellmann. "Sie müssen mit dem Bankberater reden." (dpa)

Kommentare
24.06.2013
17:20
Hohe Gebühren für P-Konto müssen nicht gezahlt werden
von Aufmerksamer2013 | #3

Ich kenne es von einem Bekannten, es ist zb. die Postbank die mehr als zuviel bei P-Konten zuschlägt, die verlangen ja sonst bei 1200 Euro 0 Euro, aber beim ? Konto 9,90 €. Hier wird nur abgezockt mehr nicht.

09.06.2013
14:44
Pfändungsschutzkonto
von VolkesMaul | #2

Nicht nur die Tatsache ist erschreckend, dass die Banken bei jenen abkassieren, die ohnehin nichts mehr haben. Hinzu kommt, dass die P-Konten an der besonderen Kontonummer selbst für Außenstehende auf den ersten Blick als solche erkennbar sind.

08.06.2013
08:17
Banker sind doch Verbrecher
von Ichhaltsnichaus | #1

die machen ihr ganzes Vermögen, ohne IRGENDWAS von Wert zu erschaffen.

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Hohe Gebühren für P-Konto müssen nicht gezahlt werden
Hohe Gebühren für P-Konto müssen nicht gezahlt werden
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http://www.derwesten.de/wirtschaft/verbraucher/hohe-gebuehren-fuer-p-konto-muessen-nicht-gezahlt-werden-id8039735.html
2013-06-07 12:00
Pfändungsschutzkonto, P-Konto, Pamela Wellmann, Bundesgerichtshof, Geldinsitiut, Bank, Verbraucherschutz
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