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Verbraucherschutz

Gepanschter Alkohol aus Tschechien alarmiert NRW-Verbraucherschützer

17.09.2012 | 21:01 Uhr
Gepanschter Alkohol aus Tschechien alarmiert NRW-Verbraucherschützer
Eine Serie tödlicher Alkoholvergiftungen in Tschechien alarmiert nun auch die Behörden in Deutschland.Foto: dapd

Düsseldorf/Berlin.   Das NRW-Verbraucherschutzministerium und das Bundesamt für Verbraucherschutz warnen vor gepanschten Spirituosen aus Tschechien. Dort sowie in den Nachbarländern Polen und Slowakei waren in den vergangenen Tagen 19 Menschen nach dem Genuss offenbar verunreinigter Sprituosen gestorben.

Die Serie tödlicher Alkoholvergiftungen in Tschechien alarmiert auch die Verbraucherschutz-Behörden in Deutschland. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das NRW-Verbraucherschutzministerium warnten am Montag vor dem Konsum von gepanschten Spirituosen aus Tschechien. Diese Ware könne unter Umständen methanolhaltigen Alkohol enthalten, der zur Erblindung und bei Aufnahme höherer Dosen auch zum Tod führen könne. Betroffen ist den Angaben zufolge hochprozentiger Alkohol (Wodka und Rum) ohne Herkunftsnachweis, der aus unetikettierten Plastikfässern abgefüllt und an kleine Geschäfte und Verkaufsstände in der Region Ostrava im Osten der Nachbarlandes abgegeben wurde.

In Tschechien sind bislang 19 Menschen nach dem Trinken gepanschten Alkohols gestorben, 36 Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben der dortigen Behörden gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass methanolhaltige Spirituosen außerhalb des Landes auf legalem Wege vertrieben worden sind.

Im Internet unter www.umwelt.nrw.de sind die Etiketten der gepanschten Getränke zu sehen, wie das NRW-Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf am Montag mitteilte. Derzeit wird noch geprüft, ob einige dieser Produkte auch nach NRW geliefert wurden.

In Tschechien ist am Wochenende der Verkauf aller Spirituosen mit mehr als 20 Prozent Alkoholgehalt angesichts der Todesfälle auf unbestimmte Zeit verboten worden. (dapd)



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