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Foodwatch kritisiert Gesetzeslücke bei Lebensmittel-Kennzeichnung

01.08.2012 | 17:46 Uhr
Foodwatch kritisiert Gesetzeslücke bei Lebensmittel-Kennzeichnung
Die Organisaton Foodwatch setzt sich dafür ein, dass auf Lebensmittelpackungen besser darüber informiert wird, aus welchen Zutaten das Produkt besteht.Foto: dapd

Berlin.   Tierische Zutaten sind in vielen Lebensmitteln in Deutschland nicht erkennbar angegeben- zum Leidwesen von Vegetariern oder Veganern. Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert deshalb Bundes-Verbraucherschutzministerin Aigner auf, das zu korrigieren. Grund sei nämliche eine Gesetzeslücke.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat kritisiert, dass die Verwendung tierischer Zutaten in vielen Lebensmitteln nicht erkennbar sei. Diese mache es Verbrauchern "nahezu unmöglich, Tierprodukte in Lebensmitteln zu meiden", erklärte Foodwatch am Mittwoch in Berlin. Gerade für Vegetarier oder Veganer sei dies "eine Zumutung", aber auch für alle anderen Verbraucher, die bewusst einkaufen wollten - etwa um ihren Konsum zu reduzieren. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) müsse die entsprechende Gesetzeslücke schließen.

Derzeit kämen "ohne Deklarationspflicht" tierische Bestandteile in Lebenmittel, kritisierte Foodwatch. Beispiele seien Gelatine als Träger von Vitaminen in Fruchtsäften oder Bestandteile von Schwein, Rind, Geflügel, Fisch oder Wild in Kartoffelchips. Gelatine werde daneben auch als Hilfsstoff zum Klären von Wein oder Saft eingesetzt. "In der Zutatenliste muss dies nicht aufgeführt werden", kritisierte Foodwatch. Ein anderes Beispiel sei eine Aminosäure aus Schweineborsten oder Federn, die in Bäckereien Produkte mit Mehl leichter knetbar mache.

"Wo Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs eingesetzt werden, muss dies deutlich erkennbar sein", forderte Foodwatch. Entsprechend müssten auch Begriffe wie "vegan" oder "vegetarisch" rechtlich definiert werden. Werde ein Produkt mit diesen Begriffen beworben, seien Hersteller dann verpflichtet, jegliche Verunreinigung auszuschließen, erklärte Foodwatch. (afp)

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Kommentare
02.08.2012
13:17
"Das ist jetzt aber mehr ein psychisches Leiden oder?"
von Catman55 | #4

Für die Fleischesser ganz sicher, denn die achten nicht darauf was sie essen. Vegetarier und Veganer mussten schon immer mehr auf die Inhaltsstoffe achten und so werden fast ausschließlich unverarbeitete Produkte verwendet. So einfach wie möglich!

Bei obigem Artikel werden also Fleischesser überrascht werden.

Oder vielleicht auch nicht? ;-)

02.08.2012
06:41
Foodwatch kritisiert Gesetzeslücke bei Lebensmittel-Kennzeichnung
von Lexikom | #3

Wieso sollte auf Veganer Rücksicht genommen werden? Die stammen ja wohl alle von einem Planeten, der um die Wega kreist und müssten eigentlich Weganer heißen. Mit V werden die doch nur geschrieben, damit die erkannt werden, falls die zur Wega wieder zurückwollen. Die waren schon auf dem Wega-Planeten so durchgeknallt, dass man sie in die Verbannung geschickt hat.

01.08.2012
22:59
Foodwatch kritisiert Gesetzeslücke bei Lebensmittel-Kennzeichnung
von Unverkennbar | #2

"Zum Leidwesen von Vegetariern oder Veganern." Das ist jetzt aber mehr ein psychisches Leiden oder?

01.08.2012
18:24
"...Schweineborsten oder Federn, die in Bäckereien Produkte mit Mehl leichter knetbar machen"
von Catman55 | #1

Und was hat z.B. Fisch in Kartoffelchips zu suchen? Da sind noch viele andere Sachen, die nicht nur Vegetariern sondern auch Fleischessern "nicht schmecken"!

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