Das aktuelle Wetter NRW 1°C
Insolvenz

Betroffene der GTI-Pleite bekommen keinen Schadenersatz

06.06.2013 | 12:47 Uhr
Betroffene der GTI-Pleite bekommen keinen Schadenersatz
Viele Urlauber, die mit GTI reisen, können aufgrund der Pleite des Unternehmens nicht rechtzeitig nach Hause fliegen. Auf Schadenersatz können sie nicht hoffen.Foto: dpa

Potsdam.  Wer durch die Pleite des Reiseunternehmens GTI die Rückreise nicht wie geplant antreten kann, hat kein Anrecht auf Schadenersatz. Das gab die Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam bekannt. Nur Reisende, deren Urlaub nach der Insolvenz stattfinden soll, bekommen den Reisepreis erstattet.

Von der GTI-Pleite betroffene Urlauber haben keinen Anspruch auf Schadenersatz. Können Sie zum Beispiel ihre Rückreise nicht wie geplant antreten und verpassen deshalb zu Hause einen wichtigen Geschäftstermin, gehen sie leer aus. Das erklärte Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam. Der Insolvenzversicherer zahle in so einem Fall nicht. Auch Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden gebe es nicht.

Der Insolvenzversicherer springt lediglich für eventuelle zusätzliche Kosten für Hotelunterbringung am Urlaubsort und Rücktransport ein. Grundsätzlich sind über ihn auch Kunden abgesichert, die für die Zeit nach der Insolvenz eine Reise gebucht haben. Fällt diese aus, wird der Reisepreis erstattet.

GTI-Kunden müssen vor Gericht Hängepartie fürchten

GTI-Kunden müssen in diesem Punkt allerdings eine Hängepartie befürchten. Denn das zuständige Gericht hat den Insolvenzantrag des Veranstalters beanstandet. Und der Versicherer kann nach eigenen Angaben erst aktiv werden, wenn die Einwände des Gerichts ausgeräumt sind.

Lesen Sie auch:
Nach Pleite vom Reiseveranstalter GTI sitzen Urlauber fest

Die Reiseveranstalter GTI Travel und Buchmal Reisen sind insolvent und haben ihren Betrieb eingestellt. Etliche Reisende sitzen deshalb an ihrem Urlaubsort fest. Denn auch die Schwester-Fluggesellschaft Sky Airlines, mit der viele Urlauber angereist waren, hat ihren Betrieb eingestellt.

Die einzige Möglichkeit, Schadenersatz geltend zu machen, ist es laut Fischer-Volk, die Ansprüche für die Insolvenzmasse anzumelden. Die Erfolgsaussichten sind dabei jedoch ungewiss.

GTI hatte Anfang der Woche seinen Betrieb eingestellt und Insolvenz angemeldet. Auch die Schwesterairline Sky Airlines bleibt seitdem am Boden. (dpa)



Kommentare
07.06.2013
13:13
Betroffene der GTI-Pleite bekommen keinen Schadenersatz
von Drakezwei | #1

Da fragt man sich doch, warum jeder Pauschalurlauber über den Kaufpreis gezwungen wird eine solche Versicherung abzuschließen, wenn diese im Schadensfall dann ohnehin nicht zahlt.

Aus dem Ressort
Die meisten Patienten würden ihr Krankenhaus weiterempfehlen
Krankenhäuser
Im Schnitt würden 82 Prozent der stationär Behandelten ihr Krankenhaus weiterempfehlen. Das zeigt eine Umfrage von drei großen Krankenkassen. Doch es gibt auch starke Abweichungen. Die privat betriebene Helios Klinikum in Duisburg etwa rangiert ganz unten.
Verbraucherzentrale fordert schnelle Preissenkung bei RWE
Stromtarif
Die Essener Verbraucherschützer fordern den Stromversorger RWE auf, die Preise im Grundversorgungstarif zügig zu senken und somit dem Beispiel vieler anderer Firmen zufolgen. Gleichzeitig mahnen sie Stromkunden an, die noch in diesem teureren Tarif sind, zu wechseln, um Geld zu sparen.
Schwarzfahren wird im kommenden Jahr 20 Euro teurer
Bußgelderhöhung
Wer künftig ohne gültigen Fahrschein im Nahverkehr unterwegs ist, muss tiefer in die Tasche greifen. Der Bundesrat hat einen Vorschlag des Bundestag beschlossen, wonach das Bußgeld von 40 auf 60 Euro erhöht wird. Ehe die Erhöhung in Kraft tritt, müssen noch zwei Verordnungen geändert werden.
61-Jährige berichtet von Glasscherbe im Fertiggericht
Verbraucher
Eine Bochumerin will sich beim Verspeisen eines Hühnerfrikassees aus dem Discounter den Gaumen verletzt haben. „Ich habe auf eine Glasscherbe gebissen“, sagt die 61-Jährige. Die Discounter-Zentrale sichert eine umfassende Überprüfung zu.
Ab 20 Uhr ist Tanken teurer - Benzinpreisstelle zieht Bilanz
Kraftstoffpreis
Vor der Fahrt zur Tankstelle gucken Millionen Deutsche inzwischen auf die Handy-App oder in den Rechner. Verbraucherportale weisen dort den Weg zum günstigsten Sprit. Das Bundeskartellamt sammelt die Daten und gibt sie kostenlos weiter - auch, um den Wettbewerb zu stärken.
Umfrage
Der deutsche Beitrag zum Spenden-Song
 
Fotos und Videos
Foodwatch-Wahl zur größten Werbelüge
Bildgalerie
Windbeutel 2014
Das sind iPhone 6 und Apple-Watch
Bildgalerie
Apple-Neuheiten
Wie Wirte ihre Gäste betrügen
Bildgalerie
Gastronomie