Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Wirtschaft

Verbraucher loben Qualität der Lebensmittel vom Wochenmarkt

17.01.2013 | 16:25 Uhr
Foto: /dapd/Steffi Loos

Neun von zehn Verbrauchern sind mit Qualität und Vielfalt der Lebensmittel in Deutschland zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest-dimap, die das Bundesagrarministerium am Donnerstag anlässlich der Grünen Woche in Berlin veröffentlicht hat. Ebenfalls 91 Prozent äußerten sich positiv über die Vielfalt des Lebensmittelangebots in Deutschland.

Berlin (dapd). Neun von zehn Verbrauchern sind mit Qualität und Vielfalt der Lebensmittel in Deutschland zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest-dimap, die das Bundesagrarministerium am Donnerstag anlässlich der Grünen Woche in Berlin veröffentlicht hat. Ebenfalls 91 Prozent äußerten sich positiv über die Vielfalt des Lebensmittelangebots in Deutschland.

Danach überzeugt die Qualität der Nahrungsmittel die Bürger besonders, wenn die Produkte direkt vom Bauernhof (77 Prozent) oder vom Wochenmarkt (78 Prozent) kommen. Genauso gut schneidet der Supermarkt ab (78 Prozent). Discounter als Bezugsquelle von Lebensmitteln bekommen weniger Zuspruch (63 Prozent).

Nur jeder zweite Verbraucher (52 Prozent) ist mit der Qualität von Lebensmitteln in Bioläden zufrieden. Ein Sprecher des Ministeriums sagte dazu, die auf den ersten Blick niedrigere Zustimmung erkläre sich dadurch, dass in Deutschland bisher nur vergleichsweise wenige Kunden regelmäßig Bioläden nutzten.

"So sagt auch in unserer Umfrage mehr als ein Drittel der Verbraucher, es könne sich keine Meinung bilden", erklärte der Sprecher. "Ausdrücklich nicht zufrieden mit Biolebensmitteln sind laut Umfrage zehn Prozent der Verbraucher - Supermarkt-Kunden äußern sich doppelt so oft unzufrieden."

Worin sehen die deutschen Verbraucher laut Umfrage die Stärken der deutschen Landwirtschaft? In der Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel, antworteten 91 Prozent. 82 Prozent sehen die Landwirtschaft als "Bestandteil von Heimat und Brauchtum". Nach Meinung von 78 Prozent leistet sie "einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege".

68 Prozent sehen die Arbeitsplätze auf dem Land als wichtigen Faktor. Für 62 Prozent der Deutschen wirtschaften die Betriebe im Einklang mit der Natur. Für 57 Prozent ist auch die Sicherung der Ernährung außerhalb Deutschlands ein wichtiger Aspekt.

Beim Einkauf legen 89 Prozent der Verbraucher Wert darauf, dass die Produkte aus tiergerechter Haltung stammen. Die Hälfte der Befragten hält das sogar für "sehr wichtig". Darauf folgt die regionale Herkunft (67 Prozent), die für 32 Prozent eine "sehr wichtige" und für 35 Prozent eine "wichtige" Rolle beim Einkauf spielt. Auch der Preis spielt eine erhebliche Rolle: 66 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ein kostengünstiges Angebot wichtig ist. Ob ein Produkt aus ökologischem Anbau stammt, ist immerhin für 61 Prozent der Konsumenten wichtig.

Was das Vertrauen in die Lebensmittelproduktion betrifft, so genießen Lebensmittel aus der Region das größte Vertrauen (93 Prozent), dagegen Produkte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union das geringste (11 Prozent). In der Verarbeitungskette vom Acker bis zum Teller wird der Landwirtschaft mit 81 Prozent das größte Vertrauen entgegengebracht. Knapp jeder zweite Konsument hat auch Vertrauen in den Lebensmittelhandel (48 Prozent). Der Lebensmittelindustrie dagegen bringen 56 Prozent "wenig" und neun Prozent "gar kein Vertrauen" entgegen.

Ursache für den Vertrauensverlust dürften auch Lebensmittelkrisen und -skandale der vergangenen Jahre und Jahrzehnte sein. Die Befragten geben an, dass besonders der Vertrieb von Gammelfleisch (33 Prozent) und der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung (29 Prozent) sowie die EHEC-Epidemie (18 Prozent) für sie die größte Bedeutung gehabt hätten.

Für die Erhebung waren Anfang Januar 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt worden.

( www.bmelv.de )

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

 
Aus dem Ressort
Wie ein langzeitarbeitsloser Libanese DB-Lokführer wurde
Arbeitsmarkt
Im Cockpit der S1 sitzt Nabil Chamdin. Bis er hier angelangt ist, hat es sieben Jahre gedauert. Sieben Jahre voller Fehlschläge, Zurückweisungen und Erfahrungen auf dem oftmals ungerechten Arbeitsmarkt. Wie er es dann doch geschafft hat: Hartnäckigkeit und ein bisschen Glück.
Kein voller Mütterrenten-Bonus für über 1,3 Millionen Witwen
Mütterrente
9,5 Millionen Rentnerinnen erhalten zum ersten Mal Geld durch die sogenannte Mütterrente - also die Anhebung der Rente rückwirkend ab Juli für jedes vor 1992 geborene Kind um rund 26 Euro pro Monat. Doch bei vielen der Begünstigten kommt der Zuschlag um bis zu 40 Prozent gekürzt an.
Logistik - wie das Revier mit einer Jobmaschine fremdelt
Gewerbeflächen
Die Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr und die RAG Montan Immobilien wollen mehr Logistik-Unternehmen ins Revier holen. Sie kritisieren, dass es in den Städten Vorbehalte gegen die Branche gebe. Sie sprechen sich zudem dafür aus, die regionale Wirtschaftsförderung mit mehr Kompetenzen auszustatten.
Thyssen-Krupp will CO2 aus Stahlwerk für Chemiefabrik nutzen
Umweltschutz
Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger blickt in die Zukunft: Der Essener Konzern plant ein Stahlwerk ohne Umweltverschmutzung durch klimaschädliches Kohlendioxid. Hüttengase aus dem Stahlwerk in Duisburg sollen als Rohstoff für die Chemieproduktion dienen. Doch bis es soweit ist, dürfte es noch...
Schulte-Ufer bietet Alleinstellungsmerkmal aus dem Sauerland
Unternehmen
Der Haus- und Küchengerätehersteller Schulte-Ufer ist auf Töpfe mit Kupferböden spezialisiert. Erst vor kurzem hat das Unternehmen, das in Sundern 50 Mitarbeiter beschäftigt, eine Umfrage unter 2200 Personen im Auftrag des Fernsehsenders ntv nach den beliebtesten Kochgeschirr-Marken gewonnen.