„Veränderungen sind nicht neu, wir können Strukturwandel“

An Rhein und Ruhr..  Wäre das Ruhrgebiet ein Staat, könnte sein Bruttoinlandsprodukt (BIP) im europäischen Vergleich durchaus mithalten. Mit mehr als 150 Milliarden Euro im Jahr ist das BIP etwa so hoch wie in der gesamten Tschechischen Republik oder dreimal höher als die Wirtschaftsleistung von Kroatien. Elf der 100 umsatzstärksten Unternehmen aus Deutschland sitzen im Ruhrgebiet.

Für das Ruhrgebiet hat die Industrie nach wie vor eine überdurchschnittlich große Bedeutung. 18,4 Prozent der Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich, bundesweit sind es 16,6 Prozent. In Duisburg befindet sich der größte Stahlstandort Europas. Doch die Industrie verändert sich – und mit ihr eine ganze Region. In Bochum ist der letzte Opel vom Band gerollt, bald schließt mit Auguste Victoria in Marl die nächste Zeche in der Region, große Arbeitgeber wie die Energiekonzerne RWE und Eon schrumpfen. „Der Wandel ist rasant“, sagt BDI-Präsident Ulrich Grillo. „Die Energieversorger benötigen ein neues Geschäftsmodell. Aber große Veränderungen sind nicht neu für das Ruhrgebiet. Wir können Strukturwandel.“