VDM an Finanzinvestor verkauft

Werdohl/Siegen..  Der – erwartete – Verkauf der Thyssen-Krupp-Edelstahlsparte VDM an den Finanzinvestor Lindsay, Goldberg und Vogel (wir berichteten) ist perfekt. Ein Kaufvertrag sei gestern abgeschlossen worden, teilte der Konzern gestern mit. Damit geht ein monatelanger Verkaufsprozess zu Ende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; dem Vernehmen nach handelt es sich um rund 500 Mio. Euro – die Thyssen-Krupp gut gebrauchen kann.

Schon am Mittwoch war eine Einigung zwischen Thyssen-Krupp und dem Käufer bekannt geworden; die 1700 Beschäftigten (neben Werdohl in Altena, Siegen, Unna und Essen) hatten daraufhin vehement auf eine Standort- und Beschäftigungssicherung gedrängt. Offenbar mit Erfolg: Gesamtbetriebsrat und IG Metall sprachen gestern von einem „sehr guten Verhandlungsergebnis“, das die Möglichkeit biete, „VDM zu einem erfolgreichen Unternehmen zu machen“. Die Laufzeit der Vereinbarung („Zukunft VDM“) geht bis 2019. Alle Standorte werden demnach erhalten; bis September 2016 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Der Verkauf muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.