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Atomkraft

USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke

09.02.2012 | 21:10 Uhr
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
Die USA wollen neue Atomkraftwerke bauen. Im Bild: Das französische AKW Fessenheim.Foto: dapd

Washington.  Deutschland fährt seine Atomkraftwerke herunter, die USA bauen sogar neue Meiler: Erstmals seit 25 Jahren hat die US-Atomaufsichtsbehörde grünes Licht für den Bau von zwei Reaktoren gegeben. In vier Jahren sollen sie ans Netz gehen. Der Chefaufseher ist dagegen.

Erstmals seit 25 Jahren wird in den USA wieder ein Atomkraftwerk gebaut. Die Atomaufsichtsbehörde NRC erteilte am Donnerstag wie erwartet endgültig grünes Licht für den Bau von zwei Reaktoren auf der Anlage des Energiekonzerns Southern Co's in Vogtle im Bundesstaat Georgia. Die Blöcke sollen voraussichtlich ab 2016 ans Netz gehen. Die beiden Druckwasserreaktoren vom Typ A1000 des Westinghouse-Konzerns waren bereits im Dezember grundsätzlich gebilligt worden.

Die Atomaufsicht erlaubte den Neubau, obwohl NRC-Chef Gregory Jaczko sich wegen der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima gegen das Projekt aussprach. "Ich kann die Vergabe dieser Genehmigung nicht unterstützen, als sei Fukushima niemals passiert", sagte er. Das Atomkraftwerk Fukushima war durch ein verheerendes Erdbeben und einen darauffolgenden Tsunami am 11. März 2011 schwer beschädigt worden. Die Zerstörungen in der Anlage lösten den weltweit schwersten atomaren Unfall seit Tschernobyl 1986 aus. Zehntausende Menschen wurden obdachlos, da ganze Städte wegen der radioaktiven Strahlung unbewohnbar wurden.

Renaissance der Atomkraft in den USA

In den Vereinigten Staaten erlebt die Atomkraft derzeit eine Renaissance. In einer Grundsatzrede hatte sich US-Präsident Barack Obama nach Fukushima eindeutig zum Bau neuer Kraftwerke bekannt. Um die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern, hat die Regierung Kreditgarantien in Milliardenhöhe für den Ausbau der Kernkraft zugesagt. Washington betrachtet Atomkraftwerke auch als Möglichkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen zu drosseln.

Nach Angaben der NRC sind in den USA derzeit mehr als 100 Reaktoren in über 60 Atomkraftwerken am Netz. Der letzte Reaktorneubau wurde 1986 im Bundesstaat Louisiana fertiggestellt. Damals stand das Land noch unter dem Eindruck der Atomkatastrophe von Three Mile Island, wo sich 1979 in einem Reaktorblock eine teilweise Kernschmelze ereignete und Radioaktivität in die Umwelt gelangte. (afp)

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Kommentare
11.02.2012
18:24
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von Meierdrei | #15

@ 8

Für an Fakten interessierte, zum Thema alternative "Wunderwerke": Günter Ederer,

http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/lobbyismus-vom-feinsten-die-krakenarme-der-lobby-fuer-erneuerbare-vortrag-des-fernsehjournalisten-g-ederer-auf-der-3-int-klima-und-energiekonferenz-in-berlin/

Wer diese Informationen nicht verbreitet untergräbt oder bestreitet, bedroht die demokratische Freiheit, setzt das fort, was man den braunen, roten und nun bunten Deutschen, bezüglich ihrer politischen Vergangenheit, international zu Recht vorwirft.
Anmaßend, kaltherzig, egoistisch in keiner Weise konstruktiv, die Enkel und Kinder wie ihre Verwandten, größenwahnsinnig.

10.02.2012
20:44
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von kuba4711 | #14

Die Atomstrom -Anbeter hier wagen sich aus der Deckung und argumentieren - wie anno dazumal - mit einer angeblichen Energie -Lücke in Deutschland!
Die Lücke ist da ,aber eben nur in der sog. Argumentation der Atomstrom -Lobbyisten auch hier im Forum!
Wir sind von Energie umgeben!
Leider - in den Köpfen der Mitmenschen - rotieren des Öfteren nur schwarze Löcher!
Ein weiterer Ausbau der alternativen Energie - Quellen ,dem steht doch absolut nichts im Wege !
Und noch mal :
Es gibt Wind ,Solar ,Erdwärme ,Biomasse , Gezeiten -Energiequellen ,die im Verbund den Energiebedarf unserer banana republika mehr als abdecken könnten!
Dies würde allerdings voraussetzen ,dass Herr Röttgen nicht Umweltminister wäre!
Ein Mann - wie Hermann Scheer es war - auf diesem Posten ,dann hätten wir schon heute eine Voll -Versorgung mit Alternativ -Energie in Deutschland .
Mit ungeahnten Folgen auch unter dem Aspekt der regionalen Wirtschaftsförderung!
Für ein Land mit einer derartigen Export - Lastigkeit ,die wegen der Finanzkrise zunehmend gefährdet ist , ein Segen!

1 Antwort
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von teamtronic | #14-1

Das glauben nur Volltrottel!

10.02.2012
19:29
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von wkah | #13

Atomstrom ist nicht nur superbillig
nicht nur unheimlich sicher
nein
auch immer genug von da - darum braucht Frankreich im Moment soviel Strom aus Deutschland

IRONIE AUS

1 Antwort
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von teamtronic | #13-1

Die Franzosen werden noch etliche Atomkraftwerke hinzubauen und Deutschland helfen wenn die Schrottmühlen die diesen Winter noch überstanden haben auseinanderfliegen. Übrigens Österreich speist zur Unterstützung Strom ins deutsche Netz ein..Und Österreich bezieht den Strom aus der Tschechei. Es ist Atomstrom.

10.02.2012
19:27
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von kuba4711 | #12

So lange die USA ihren Atommüll im eigenen Land behalten ,so lange können die Amis machen was sie wollen!
Aber der deutsche Michel ist nicht dazu gezwungen in allen Aspekten des "american way of life!" sich in Nibelungen -Treue zu üben!
Nebenbei bemerkt -wenn wir schon von Atommüll reden - können unsere amerikanischen Freunde die amerikanischen Atom - Sprengköpfe ,die sie in der Eifel gelagert haben ,gleich auch zu sich nach Hause nehmen!

10.02.2012
18:23
Blockierter Kommentar.
von WalterUfer | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

10.02.2012
16:15
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von teamtronic | #10

In dem Müll steckt noch sehr viel Energie, die eines guten Tages verwendet wird.

10.02.2012
12:03
50 Jahre Atomkraft
von meigustu | #9

und keinerlei Erfolg dabei den Müll den die produzieren zu entgiften. Zwei Hochtechnologieländer die nicht in der Lage waren die Betriebsrisiken im Griff zu behalten. Und das Schadenspotential ist so hoch, dass die Betreiber genug Erpressungspotential haben, die Ewigkeitsschäden weltweit zu sozialisieren.

10.02.2012
09:49
@6 simples Weltbild?
von FernerBeobachter | #8

Komisch. Simple Weltbilder erkenne ich vor allem in den "Fans" der sogenannten "erneuerbaren" Energieerzeugungsanlagen. Mal abgesehen davon, dass das Wort an und für sich schon ein Witz ist (selbst ein altes Kohlekraftwerk ist beliebig "erneuerbar"), zeigen doch ihre im Zuge der Anti-Atom-Kohle-Disskussion wieder aus der Schublade herausgeholten verstaubten und schon früher als unrentabel oder nicht praktikablen "Allheilmittel", wie kleingläubig und kurzsichtig deren Verständnis für die Zusammenhänge icht nur der Energiewirtschaft ist.

Selbstverständlich ist es legitim und gewünscht, an die permanante Weiterentwicklung neuer Konzepte und Technologien zu glauben - sonst wäre Neal Armstrong und Buzz Aldrin niemals auf dem Mond gelandet. Aber es fällt mir schwer,die Menschen ernstzunehmen, die buchstäblich daran glauben, mann könnte nur unter Zuhilfenahme von genug Silvesterraketen genau dahinkommen. So sehr ich zugegebenermaßen ihre Ängste und Zweifel an der Beherschbarkeit der bestehenden komplexen Zustände aus menschlicher Sicht auch nachvollziehen kann.

10.02.2012
09:37
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von FernerBeobachter | #7

...Skandal :-) Ähh.. Wie viel Öl und Kohle importieren die Amis Jahr für Jahr, um ihre Kühlschränke, Klimaanlagen und Schwimmingpoolheizungen am Laufen zu halten? Wie viele neue Uboote, Kreuzer und Flugzeuge mit Nuklearantrieb wurden eigentlich zwischenzeitlich gebaut? Wieviel Leistung hat z.B. ein DWR eines einzelnen Ubootes, und wieviel Leistung ein DWR eines Landkraftwerkes? Ok, kann man nur teilweise vergleichen,da die Ubootreaktoren eher Schwerwasserreaktoren sind. Aber das reicht zur Verwirrung:-)

@5 Der Iran weiß sehr wohl um seine fossilen Ressourcen. Diese nützen ihm aber vor allem als Exportprodukte, um den dringend benötigten Dollar ins Land zu kriegen und seine internationale Existenzberechtigung zu sichern. Was er an Öl und Erdgas für die binnenländische Energieproduktion "verheizen" würde, fehlt ihm zum einen als "Verkaufsmasse", zum anderen würde er in den Augen seiner Öl- und Gaskunden deutlich an politischer Bedeutung verlieren.
Aber der Iran als "Atom-Macht...?" Im Ernst. Die Anlage in Buschehr ist zwar als Symbol gut geeignet, um zu demonstrieren, dass auch ein scheinbar in der Entwicklung hinterherhinkendes Land in der Lage ist, mit Kernenergie umzugehen. Aber die Blöcke sind alle russische WWER mit "leichtem Wasser" als Moderator. Für eine Erbrütung von waffenfähigem Plutonium ist dieser Reaktortyp mit seiner bestimmungemäßen Fahrweise denkbar ungeeignet (im Gegensatz zu den "alten russischen RBMK, wie sie u.a. zu viert in Tchernbyl standen...). Ist der Iran an der "A-Bombe" interessiert, dann sollte er am besten heimlich und ohne viel Trara ein paar Schwimmbadreaktoren im Keller bauen, in denen der Stoff quasi unter Laborbedingungen in aler Ruhe erbrütet werden kann.
Als Symbol in Richtung westliche Welt und die Israelis ist Buschehr sicherlich ein Achtungserfolg. Und ein westlicher Angriff auf eine Anlage im Leistungsbetrieb wäre für den Angreifer aufgrund der zu erwartenden großflächigen Freisetzungen in jedem Fall ein moralisches Desaster. So siehts wohl eher aus.

10.02.2012
09:18
USA bauen erstmals seit 25 Jahren wieder Atomkraftwerke
von EU4ever | #6

@ #4+5

Man muss manche Menschen um ihr simples Weltbild einfach beneiden.
Jeder,,der gegen Atomkraft ist, und für die Erforschung und Weiterentwicklung alternativer Energieerzeugung ist, ist entweder technikfeindlich oder idiologisch verblendet oder blöd.
Jeder, der etwas gegen die USA sagt, ist linkspopulistisch.
Der Iran ist das (neue) Reich des Bösen (denn irgendein Feindild braucht man ja, um abartig aufgeblähte Militäretats zu rechtfertigen) und will uns alle mit einer A-Bombe auslöschen.

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