Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Getränkekonzern

Umwelthilfe wirft Radeberger Täuschung mit Pfandflaschen vor

04.07.2012 | 14:25 Uhr
Funktionen
Umwelthilfe wirft Radeberger Täuschung mit Pfandflaschen vor
Die Deutsche Umwelthilfe klagt über Verbraucher-Täuschung mit Corona-Flaschen.Foto: rtr

Berlin.   Schwerer Vorwurf an die Radeberger Brauereigruppe: Die Deutsche Umwelthilfe klagt über Verbraucher-Täuschung bei der Biersorte Corona. Der Getränkekonzern habe Einwegflaschen als Mehrwegflaschen deklariert. Bei der Rückgabe gibt’s jedoch nur ach statt den vorgeschriebenen 25 Cent.

Die Deutsche Umwelthilfe wirft der Radeberger Brauereigruppe vor, die Verbraucher mit „falschen Mehrwegflaschen“ zu täuschen. Der Getränkekonzern habe Einwegflaschen mit der mexikanischen Biersorte Corona Extra als Mehrwegflaschen verkauft und sich auf diese Weise einen Verkaufsvorteil „erschlichen“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Organisation, Jürgen Resch, am Mittwoch in Berlin. Das Unternehmen erhebe acht statt der für Einwegflaschen vorgeschriebenen 25 Cent Pfand.

Die Radeberger Gruppe wies die Vorwürfe als „falsch“ und „vollkommen haltlos“ zurück. Das Unternehmen transportiere die Flaschen zurück nach Mexiko und stelle „alle Voraussetzungen für das Wiederbefüllen der Flaschen sicher“, teilte der Konzern mit. (dapd)

Kommentare
05.07.2012
10:35
Wahnsinn! Transportkosten sind viel zu billig
von vantast | #5

Merkt denn keiner von den überbezahlten Managern, was das für ein Wahnsinn ist? Bier aus Mexiko, eine Schnapsidee! Die größten Trinker sitzen offenbar im Vorstand, sie könnten auch Eulen nach Athen tragen.

05.07.2012
09:00
Umwelthilfe wirft Radeberger Täuschung mit Pfandflaschen vor
von Unverkennbar | #4

Auf Corona-Flaschen ist Pfand?

04.07.2012
20:21
ja was denn nu KFR001 |
von Frankfurter | #3

laut hr.de

Die gespülten Flaschen würden dann mit Bier wiederbefüllt, dann aber nicht zwangsläufig in Deutschland, sondern in anderen Märkten wiedereingesetzt, betonte Radeberger unter Hinweis auf einen Corona-Vertreter.

04.07.2012
16:12
was denn nu ?
von KFR001 | #2

laut stern.de :

Ein Corona-Vertreter in Mexiko teilte in einer der dpa vorliegenden Mail mit, dass niemals leere Corona-Flaschen aus Deutschland zurückkämen, es gebe kein Mehrwegsystem.

04.07.2012
15:29
Umwelthilfe wirft Radeberger Täuschung mit Pfandflaschen vor
von 1980yann | #1

Pfandflasche ist Pfandflasche ... dem Konsumenten wird in beiden Fällen das Zurückschleppen als Buße (ersatzweise der Verlust des Pfandbetrags) auferlegt, die Sünde Konsum ist damit abgegolten.
Klingt vereinfacht, aber genau das ist doch der reale Erziehungseffekt des Einwegpfands!

Deshalb ist auch die Mehrwegquote seit der Einführung ins bodenlose gestürzt.

Natürlich gibt es bei Abgabe nur 8 Cent zurück - mehr Pfand wurde ja vorher auch nicht bezahlt.

Aus dem Ressort
Duisburgs Stadtkonzern DVV will 42 Millionen Euro sparen
Stadtwerke
Verluste beim Strom, Sanierungsstau bei Bus und Bahn: Duisburgs Stadtkonzern DVV will auch weiter Stellen abbauen, Kündigungen seien jedoch Tabu.
Siemens in Mülheim zittert dem Jahr 2015 entgegen
Wirtschaft
Verunsichert sehen 4800 Siemens-Beschäftigte in Mülheim den Weihnachtstagen entgegen. Noch ist unklar, wohin die Reise am Standort im Jahr 2015 geht.
GDL meldet "Durchbruch" bei Bahn-Tarifverhandlungen
Bahn
Entspannung im Tarifkonflikt zwischen Deutsche Bahn und GDL. Unternehmen und Gewerkschaft haben sich auf einen Abschluss für das Jahr 2014 geeinigt.
Bei Amazon in Rheinberg wird weiter gestreikt
Wirtschaft
Wenn Amazon sich nicht rühre, dann werde wohl auch über das Wochenende hinaus gestreikt, so der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende.
Warum das Praktikum wieder lukrativ für junge Leute ist
Praktikanten-Report
Die Zufriedenheit unter Praktikanten ist gewachsen: mehr Geld, mehr Anerkennung, mehr Zufriedenheit. Das zeigt der Praktikantenreport 2014.