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IBAN-Umstellung – Was sich ab Februar beim Überweisen ändert

22.01.2016 | 11:38 Uhr
IBAN-Umstellung – Was sich ab Februar beim Überweisen ändert
Ab 1. Februar findet man auf Überweisungsträgern nur noch die IBAN. Die alte Adressierung mit Kontonummer und Bankleitzahl hat ausgedient. Foto: Archiv/dpa

Berlin.  Ab 1. Februar muss bei Überweisungen und Lastschriften die IBAN angegeben werden. Wir erklären, was es mit der Umstellung auf sich hat.

Die Tage von Kontonummer und Bankleitzahl sind endgültig gezählt. Ab Februar erfolgt der bargeldlose Zahlverkehr ausschließlich nach dem Zahlverfahren der Single Euro Payments Area (SEPA). Das heißt: Ab dem 1. Februar kann bei Überweisungen und Lastschriften nur noch die IBAN (International Bank Account Number, die internationale Kontonummer) genutzt werden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Umstellung:

Warum müssen Verbraucher die IBAN verwenden?

Foto: BVR

Die Nummer ist Teil der Umstellung auf die Single Euro Payments Area. Die so genannte SEPA-Verordnung greift für bargeldlose Zahlungsverfahren aller Mitglieder der Europäischen Union. Außerdem gilt sie in Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco und in der Schweiz, erklärt der Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Euro-Zahlungen wird nun nicht mehr unterschieden. Unternehmen mussten bereits vor zwei Jahren ihr Verfahren umstellen.

Wie setzt sich die IBAN zusammen?

Die internationale Bank-Kontonummer besteht aus 22 Zeichen. Allerdings sind die meisten Zahlen schon bekannt: Nach der Länderkennung DE und der zweistelligen Prüfzahl kommt nämlich die bisherige Bankleitzahl und die alte Kontonummer.

Was passiert mit der BIC?

Die internationale Bankleitzahl BIC – auch Business Identifier Code genannt – ist in der Regel acht bis elf Stellen lang. Sie muss ab dem Stichtag nur noch bei grenzüberschreitenden Zahlungen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums angegeben werden. Bei allen Überweisungen im Inland entfällt sie.

Wo finde ich meine IBAN?

Die IBAN wird von der kontoführenden Bank ausgegeben. Zu finden ist sie beispielsweise auf den Kontoauszügen oder den neuen Bankkarten. Wer seine Nummer nicht zur Hand hat, kann einen IBAN-Konverter im Internet verwenden, erklärt der Bankenverband. Viele Banken bieten solche Umrechner auf ihren Homepages an. Dort müssen Verbraucher ihre Bankleitzahl und Kontonummer eingegeben und erhalten dann ihre IBAN.

W as passiert, wenn Verbraucher die IBAN falsch angeben?

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Zahlendreher in der Nummer, die zu falschen Überweisungen führen, sind nach Angaben des Bankenverbandes eigentlich nicht möglich. Durch die Prüfnummer werden sie automatisch erkannt. Wenn die IBAN nicht existiert, geht die Überweisung nicht raus . Anders liegt der Fall, wenn Verbraucher versehentlich die IBAN eines falschen Empfängers angeben – also die Nummer einer Person verwenden, für die die Zahlung nicht gedacht war. Dafür kann die ausführende Bank in der Regel nicht haftbar gemacht werden, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Der Betroffene muss im schlimmsten Fall vor Gericht die Rückzahlung einklagen.

Können Verbraucher alte Überweisungsträger noch verwenden?

Die Banken dürfen alte Überweisungsträger nicht mehr annehmen. Der Bankenverband rät Verbrauchern deshalb, sie nicht mehr zu benutzen. Werden sie dennoch eingereicht, wird die Überweisung nicht ausgeführt. Merkt der Kunde dies nicht rechtzeitig, kann dies zu Fristüberschreitungen führen. Beim Online-Banking können alte nationale Kontonummern nicht mehr eingegeben werden. Hier werden die Eingabemasken der Geldinstitute automatisch umgestellt.

Was gilt bei Lastschriftverfahren und Daueraufträgen?

In der Regel ändert sich hier nichts für Bankkunden. Denn die Unternehmen haben bereits vor etwa zwei Jahren ihre Verfahren umgestellt, informiert der Bankenverband. Auch Daueraufträge haben die kontoführenden Kreditinstitut die Daueraufträge in der Regel bereits schon umgestellt. Kunden müssen also nicht tätig werden.

Gelten alte Bankkarten noch?

Die Einführung der IBAN hat auf die Gültigkeit der Bankkarten keinen Einfluss. Sie funktionieren weiterhin. Maßgeblich ist hier das Datum, an dem die Karte abläuft. (dpa)

Kommentare
23.01.2016
18:35
IBAN-Umstellung – Was sich ab Februar beim Überweisen ändert
von aoc | #5

Das Problem ist doch nicht die eigene Bankverbindung sondern die elendig lange Zahlenkolonne der Empfänger-Bankverbindung. Direkt die erste...
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1 Antwort
IBAN-Umstellung – Was sich ab Februar beim Überweisen ändert
von OHdelbaerfin | #5-1

So sehe ich das auch. Und es ist noch schwieriger, wenn mensch einen kleinen Sehfehler hat: die Zahlenkolonnen verschwimmen vor den Augen. Ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn ich mal so alt bin, dass ich solches garnicht mehr kann ...
Das schlimme ist, dass so etwas für nationale Überweisungen völlig unnötig ist. Es zeigt nur, dass die Bedürfnisse des "nationalen" Bürgers völlig uninteressant sind. Interessant sind nur die Meinung der Finanzwirtschaft, deren Digitalisierungsdruck (damit die - außer der Ausspioniererei und weiterer undurchsichtiger, weil unregulierter Geldgeschäfte auf unsere Kosten - noch weniger mit uns zu tun haben. Und als "Dach oben drüber" ist die seit langem zu beobachtende Gleichschaltung aller Lebensbereiche durch die Politik. Verbote, sinnlose Vorschriften, Maulkörbe ... Die damalige "Verordnung der EU zum "Geradheitsgrad" von Gurken oder Bananen war dagegen Kinderkram. Was Glück, dass wir wenigstens das Essig-und Ölkännchen auf dem Tisch retten konnten ...

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IBAN-Umstellung – Was sich ab Februar beim Überweisen ändert
IBAN-Umstellung – Was sich ab Februar beim Überweisen ändert
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http://www.derwesten.de/wirtschaft/umstellung-auf-iban-am-1-februar-was-sie-wissen-muessen-id11483360.html
2016-01-22 11:38
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