Umfrage: Ende der Smartphone-Ära kommt in fünf Jahren

Smartphones gehören inzwischen zum Alltag. Experten erwarten allerdings, dass die Geräte in relativ kurzer Zeit von anderen abgelöst werden, die unter anderem über künstliche Intelligenz verfügen.
Smartphones gehören inzwischen zum Alltag. Experten erwarten allerdings, dass die Geräte in relativ kurzer Zeit von anderen abgelöst werden, die unter anderem über künstliche Intelligenz verfügen.
Foto: picture alliance / Bildagentur-o
Was wir bereits wissen
Verbraucher rechnen damit, dass Smartphones bald verschwinden. Netzwerkausrüster Ericsson erwartet Geräte mit künstlicher Intelligenz.

Stockholm.. Smartphones werden bald wieder Geschichte sein. Schon in fünf Jahren soll sich die Ära ihrem Ende zuneigen, wie eine groß angelegte Verbraucherumfrage des schwedischen Konzerns Ericsson ergab. Der größte Netzwerkausrüster der Welt, der selbst einmal Telefone produzierte, geht davon aus, dass in fünf Jahren ganz andere elektronische Geräte dominieren werden. Geräte die Menschen an sich tragen und die über künstliche Intelligenz verfügen. Geräte, die teilweise Lehrer, Ärzte oder Finanzratgeber viel unmittelbarer ersetzen helfen, als es mit einer Internetsuche möglich ist.

„Ein Smartphone in der Hand ist wirklich nicht so praktisch. Etwa wenn man fährt oder kocht, und es gibt zahlreiche weitere Situationen. Deshalb denkt einer von zwei Verbrauchern, dass die Smartphones in fünf Jahren der Vergangenheit angehören werden“, fasst Rebecka Cedering Angström von der Konsumentenforschungsabteilung bei Ericsson die Studie zusammen.

Möglicherweise neue dreidimensionale Anwendungen

Fünf Jahre wären ein kurzer Zeitraum. „Aber die Dinge gehen heute so schnell von der Idee bis zur Massenproduktion“, sagt Cedering Angström. In der Tat werden Produktlebenszyklen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer kürzer.

Wie genau die Technik nach den Smartphones aussieht, dazu hat Ericsson nur vage Vermutungen. So könnte es viele dreidimensionale Anwendungen geben. „Konsumenten könnten etwa neue Schuhe virtuell anprobieren und sehen, wie sie am eigenen Fuß aussehen“, sagt Cedering Angström.

Verbindung von Internet und menschlichem Körper

„Einige dieser Trends wirken recht futuristisch. Aber der Wunsch der Verbraucher nach neuen interaktiven Paradigmen wie künstliche Intelligenz und virtuelle Realität als auch die Integration des Internets an unseren Wänden daheim und in unseren Körpern, ist sehr stark“, sagt Ericssons Verbraucherforschungschef Michael Björn. Deshalb dürften bald neue Produktkategorien auftauchen. „Ganze Industrien werden sich transformieren, um sich an diese Entwicklung anzupassen“, sagt Björn.

Ericsson befragte 100.000 Verbraucher in 40 Ländern. Statistisch soll die Umfrage für 1,1 Milliarden Menschen repräsentativ sein.