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Stahlindustrie

ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer

27.02.2009 | 11:05 Uhr
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer

Duisburg. Rund 10 000 Kollegen von ThyssenKrupp Steel begrüßten ihre Chefs und den Duisburger Oberbürgermeister Sauerland mit Pfiffen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Willi Segerath klagte unter Beifall über die Raffgier in den Vorstandsetagen.

Während für den Chef von ThyssenKrupp Steel in Duisburg, Karl-Ulrich Köhler, feststeht, es gehe wegen der schlechten Wirtschaftslage nicht ohne Personalabbau, haben die Mitarbeiter eine ganz andere Blickweise. „Das Unternehmen hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs immer noch Gewinn gemacht”, schimpft Gesamtbetriebsratsvorsitzender Willi Segerath unter dem Beifall von 10 000 Mitarbeitern über die Raffgier „der neoliberalen Strolche” in den Vorstandsetagen.

Viele Gerüchte

Die ThyssenKrupp-Mitarbeiter machten ihrem Unmut Luft. Foto: Rainer Raffalski/WAZ

Die rund 12 000 Duisburger Mitarbeiter sind sauer. Seit sechs Uhr ist gestern am größten Standort des Stahlkonzerns nichts mehr gelaufen. Die Leute sind durch die wochenlange Gerüchteküche und permanente Verunsicherung verärgert. Wer nicht erkennbar für ihre Interessen ist, hat schlechte Karten: Stahlchef Köhler wird genauso mit Pfiffen begrüßt wie Arbeitsdirektor Dieter Kroll und OB Sauerland. Ihm hatte die IG Metall mangelnde Unterstützung vorgeworfen.

Im letzten Quartal 2008 habe ThyssenKrupp Steel immerhin noch 250 Millionen Euro Gewinn gemacht und auch im nächsten Quartal seien die Zahlen noch nicht rot. Deshalb gebe es keinen Grund, in einer Wirtschaftskrise sich gleich von Menschen zu trennen, wettert Segerath: „Wir brauchen Antworten und keine betriebsbedingten Kündigungen.”

Angst um Arbeitsplatz

In einer Demonstration vor der Hauptverwaltung, die als öffentliche Betriebsversammlung deklariert worden ist, hat er die Menschen vor sich, die zunehmend Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Die sind zwar nach Meinung von Gewerkschaft und Betriebsrat durch das Projekt Zukunft bis 2013 ausgeschlossen, aber die forsche Art, mit der in letzter Zeit ThyssenKrupp-Konzernchef Ekkehard Schulz und sein Stahlchef Köhler immer wieder von Personalabbau reden, hat die Mitarbeiter dünnhäutig werden lassen.

„Selbstverständlich werden wir versuchen, mit allen uns zur Verfügung stehenden personalpolitischen Instrumenten betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden”, sagt Köhler, dessen Rede immer wieder von Pfiffen und Buhrufen der Mitarbeiter aus vielen TKS-Standorten begleitet wird.

Ausschließen könne er sie jedoch nicht. Aber man setze auf frühes Ausscheiden rentennaher Jahrgänge.

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Gerhard Klinkhardt

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Kommentare
27.02.2009
11:41
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von bernieabg | #13

„Selbstverständlich werden wir versuchen, mit allen uns zur Verfügung stehenden personalpolitischen Instrumenten betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden”, sagt Köhler,....

Glatt gelogen! ...oder doch nicht?

... mit allen uns zur Verfügung stehenden personalpolitischen Instrumenten ...

Na, das kann so ziemlich alles bedeuten, bloß nichts Positives für die Arbeiter.

27.02.2009
10:53
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von Stahlarbeiterkampf | #12

Liebe TSK Kolleginnen und Kollegen,
wenn Ihr wirklich SAUER seid, dann lasst mal endlich Eure lächerlichen roten IGM-Luftballons fliegen und holt Euch mal ein paar ordentliche Stahlstangen. Davon liegen bei Krupp sicher genügend herum und lasst mal Eure Muskeln in den Armen spielen und nicht nur mit den Trillerpfeiffen im Mund Dieser derzeitig praktizierte IGM-Arbeitskampf hat nichts mit KÄMPFEN zu tun und kann/wird von den Stahlbossen nicht für Ernst genommen !!! Die frühkapitalistischen unsozialen Methoden (Lohndrückerei Entlassungen, etc.) der BONZEN, müssen auch mit solchen frühkapitalistischen Methoden bekämft werden. Das ist die einzige Sprache, die diese Kapitalisten in ihren dicken Lederfurzsesseln verstehen !!!

27.02.2009
09:47
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von mcmurphy | #11

Schaut euch das mal an,dann wisst ihr auch wo das Moos bleibt. Die haben vor dem Bau kein Geologisches Gutachten eingeholt.
Jetzt säuft ihnen das Werk ab.
Das wird teuer.Und in Alabama zeichnet sich auch eine Finanzielle Katastrophe ab.

http://www.derwesten.de/nachrichten/video/wdr/2009/2/26/news-112795011/detail.html

27.02.2009
08:12
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von Ahmet | #10

keine feste übernahme?
seid ruhig aldaa :-)

27.02.2009
01:52
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von dasKollektiv | #9

das war doch zu erwarten, mal in guten Zeiten, etwas weniger aus dem Fenster lehnen täte den Mitarbeitern auch mal gut..!

27.02.2009
00:02
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von FelixAustria | #8

# 7

als leidgeprüfter Metaller - verraten und verkauft -

kann ich Dir nicht widersprechen.

Vielleicht kommen ja mal wieder Zeiten, wo wir uns über Dein Posting richtig fetzen könnten

26.02.2009
23:44
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von rene.bogdanski | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

26.02.2009
23:13
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von FelixAustria | #6

Hallo ThyssenKruppianer,

die siebte Kolonne sitzt - wie immer - in den eigenen Reihen.

Wer speist denn Kaviar-Kanapees mit Cromme und Co. in den Aufsichtsratssitzungen?

Und wer nickt ab?

Nach einem üppigen Champagnerfrühstück?

Der Wetzel Detlef (nach intensiver Rücksprache mit Berthi-Metallo)

Und wer ist neuerdings auf Nerzmantel umgestiegen?

Geht mal nach Krefeld und fragt, ob die Kolleginnen und Kollegen euch noch eine Solidaritätsadresse geben.

Sprachlos? Ist der IG-Metall Vorstand auch!

26.02.2009
23:12
ThyssenKrupp-Mitarbeiter sind mächtig sauer
von wellcraft | #5

siehe Opel.....fette 35 stunden Gaense fliegen nicht mehr gerne..abnehmen geht mit harz 4 ganz einfach.bigT

26.02.2009
22:53
Blockierter Kommentar.
von rene.bogdanski | #4

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