Thyssen-Krupp zahlt der Bahn Schadenersatz

Essen/Dortmund..  Thyssen-Krupp hat sich mit der Deutschen Bahn auf einen Schadenersatz für verbotene Preisabsprachen bei Aufzügen geeinigt. Das teilten beide Unternehmen gestern auf Anfrage mit. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über die Einigung berichtet. Zur Höhe des Schadenersatzes wollten die Unternehmen keine Stellung nehmen. Laut SZ soll es sich um einen Betrag von rund 20 Millionen Euro handeln. Gegen Thyssen-Krupp war in dem Kartellverfahren zuvor bereits eine Buße von 320 Millionen Euro verhängt worden.

Keine Einigung gibt es dagegen im Streit um rechtswidrige Preisabsprachen bei Rolltreppen. Auch hier steht Thyssen-Krupp am Pranger, neben den Herstellern Otis, Schindler und Kone. In dem bereits seit 2010 laufenden Verfahren pochen die Städte Dortmund, Köln, München und Nürnberg sowie zwölf Verkehrsbetriebe, darunter der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, auf Rückzahlung von insgesamt 46 Millionen Euro. Allein für Dortmund geht es um 1,3 Millionen Euro, die der Stadt nach eigener Einschätzung für Rolltreppen beim Stadtbahnbau zu viel berechnet wurden.