Thomas Middelhoff hatte Millionen für Elite-Unis übrig
18.12.2009 | 18:53 Uhr 2009-12-18T18:53:00+0100
Essen. Villa in St. Tropez, 33-Meter-Yacht, Immobilien-Geschäfte – der Insolvenzverwalter der Arcandor AG, Klaus Hubert Görg, stößt auf immer mehr dubiose Praktiken des früheren Vorstandschefs Thomas Middelhoff.
Nun wurde bekannt, dass er mit Millionen-Beträgen Elite-Universitäten unterstützte, während Karstadt-Mitarbeiter auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten mussten. „Wir überprüfen gerade, ob Gläubiger-Interessen geschädigt wurden”, sagte Thomas Schulz, Sprecher des Insolvenzverwalters, dieser Zeitung. Offen sei auch, ob Middelhoff die Sponsoren-Mittel im Alleingang oder mit Zustimmung von Vorstand und Aufsichtsrat der Arcandor AG freigab. Der „Spiegel” jedenfalls zitiert ein namentlich nicht genanntes Ex-Aufsichtsratsmitglied mit der Aussage „Warum hätten wir etwas in Oxford fördern sollen?”
Fakt ist: Im Januar 2008 schloss der Arcandor-Vorstand einen Fünf-Jahres-Vertrag mit der Said Business School der englischen Eliteuniversität Oxford ab. Dafür zog Middelhoff in das renommierte Beratergremium der Uni ein. Unklar ist, ob Arcandor von den hohen Jahreszahlungen profitierte. 2008 waren es laut „Spiegel” umgerechnet rund 465 000 Euro, danach sollten es jährlich 250 000 Euro sein. Nach WAZ-Informationen ist es zweifelhaft, dass Arcandor-Manager wirklich – so wie vereinbart – an Seminaren in Oxford teilnahmen.
Obwohl Middelhoff Ende Februar 2009 aus dem Essener Handelskonzern ausstieg, verblieb er im Beirat der Oxforder Business School – laut Homepage der Hochschule als Vorstand und Gründungsmitglied der Londoner Unternehmensberatung Berger, Lahnstein, Middelhoff & Partner.
Bereits im Sommer kündigte der Arcandor-Insolvenzverwalter Görg die Sponsoring-Vereinbarung mit Oxford und noch eine weitere. Denn Middelhoff hatte ebenfalls 2008 einen Sechs-Jahres-Vertrag mit der Privat-Uni Witten/Herdecke geschlossen. Sie sollte jährlich 350 000 Euro zur Finanzierung des „Arcandor-Lehrstuhls für ethisch saubere Unternehmensführung” erhalten, bestätigte ein Sprecher der Hochschule. Das Geld floss aber nur 2008. Das Institut musste deshalb zwei Stellen abbauen. Kommentar

21:12
Thomas Middelhoff wird als Sozialversager in die Geschichte eingehen. Und so einer arbeitet bei der
Unternehmensberatung Berger, Lahnstein, Pleitegeier & Partner? *zzz*
12:42
Wenn ich mir die Schweinereien dort aber auch die Sal. Oppenheimer Machenschaften ansehe, dann frage ich mich langsam wer in dieser Republik noch was zu sagen hat. Das Volk ist es jedenfalls nicht.
10:39
Jetzt wissen alle warum die Mitarbeiter auf Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld verzichten mussten? Die Klofrau auf seinem Schiff wollte wohl mehr Geld.
09:00
In seiner kurzen Zugehörigkeit hat der feine Herr Middelhoff sein Leben, auf Kosten anderer voll genießen können.Keiner hat ihn kontrolliert, weder Madeleine Schickedanz noch Sal.Oppenheimer. Also für sich gesprochen hat sich der Middelhoff, da fein durchgetan. Und vor allen Dingen hat er ja eine prima Altersvorsorge für sich und die Familie in dem kurzen Zeitraum gemacht.
Und alle haben nur zugeschaut.
Ich fass es nicht. Was hier alles mögölich ist.
Auf dem Rücken anderer.
21:58
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20:52
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17:35
hier die Adresse der feinen Herren:
http://blmpartners.com/index.php?cat=8
17:19
so einem gehört kräftig die Fresse poliert - täglich
15:16
r.kant , ich bitte um ein Statement !
14:40
Derzeit leben wir in einem realen Terror der Kapitaleigner gegen die arbeitende Klasse und gegen die Transferempfänger
Ein derartiger Wirtschaftsterror scheint in wohlsituierten Bürgerkreisen offenbar als normal angesehen zu werden.
Ich kann aber vor einer solchen Betrachtungsweise nur warnen.
In dem Moment in dem sich regelmässige ,normale Arbeit faktisch nicht mehr lohnt - und in dieser Situation sind wir schon heute- bricht das gesunde ,realwirtschaftliche Fundament einer Gesellschaft in sich zusammen.
Und es ist gerade das mittlere Besitzbürgertum ,das auf - kurz oder länger - alles verlieren wird.
Und wie diese Bevölkerungsschichten politisch darauf reagieren ,dies kann man exemplarisch in den Jahren nach 1929 in Deutschland studieren.