Tengelmann: Kartellamt droht mit Veto

Düsseldorf..  Die geplante Übernahme von 415 Kaiser’s-Tengelmann-Supermärkten durch den Handelsriesen Edeka droht am Widerstand des Bundeskartellamts zu scheitern. Die Wettbewerbsbehörde erhob gestern wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die Fusion und signalisierte, den Zusammenschluss in der geplanten Form untersagen zu wollen. Edeka und Tengelmann haben noch die Möglichkeit, die Bedenken der Wettbewerbshüter durch Zugeständnisse auszuräumen.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte, nach den Ermittlungen seiner Behörde drohe durch den Zusammenschluss eine weitere Marktkonzentration vor allem in Berlin, München und einzelnen Städten Nordrhein-Westfalens. In vielen der betroffenen Regionalmärkte würden dann mit Edeka und Rewe sowie ihren Discounttöchtern Netto und Penny nur noch zwei Nahversorger übrig bleiben, die ein umfassendes Warensortiment mit einem hohen Anteil von Markenartikeln anbieten könnten. Auch im Beschaffungsmarkt drohe eine weitere Behinderung des Wettbewerbs.

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