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Telekom will Markführerschaft im deutschen Mobilfunk zurückgewinnen

09.08.2012 | 13:23 Uhr

Telekom-Chef René Obermann will mit erhöhten Investitionen die Marktführerschaft im deutschen Mobilfunk zurückgewinnen. "Daran werden wir systematisch arbeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag bei der Präsentation der Quartalszahlen. Zuletzt war der Konzern auf dem Heimatmarkt vom Rivalen Vodafone überholt worden.

Bonn (dapd-nrw). Telekom-Chef René Obermann will mit erhöhten Investitionen die Marktführerschaft im deutschen Mobilfunk zurückgewinnen. "Daran werden wir systematisch arbeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag bei der Präsentation der Quartalszahlen. Zuletzt war der Konzern auf dem Heimatmarkt vom Rivalen Vodafone überholt worden.

Trotz der Probleme im Mobilfunk und der anhaltenden Eurokrise sieht Obermann den größten deutschen Telekommunikationskonzern aber auf gutem Weg. "Natürlich gibt es weiterhin Herausforderungen für uns, aber gerade im Vergleich mit unseren Wettbewerbern schlagen wir uns sehr ordentlich", sagte der Vorstandsvorsitzende. Ausdrücklich bekräftigte Obermann die Gewinnprognose des Konzerns für das Gesamtjahr: "Wir halten unser Wort."

Tatsächlich gelang es dem Ex-Monopolisten im ersten Halbjahr, die seit Jahren zu verzeichnenden Umsatzverluste deutlich zu verringern. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sank der Umsatz lediglich um 0,9 Prozent auf 28,8 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 hatte der Umsatzrückgang noch sechs Prozent betragen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verringerte sich allerdings durch Sondereffekte im ersten Halbjahr um 12,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss erhöhte sich dagegen um 2,9 Prozent auf 852 Millionen Euro.

Spurlos gingen die wirtschaftlichen Turbulenzen allerdings an dem Konzern nicht vorüber. "Auch wir spüren die Rezession, vor allem bei unseren europäischen Beteiligungen", sagte Obermann.

In Deutschland büßte der Ex-Monopolist vor allem im klassischen Festnetz-Geschäft weiter an Boden ein. Auch die Service-Umsätze im Mobilfunk waren rückläufig. Gleichzeitig meldete der Konzern aber starkes Wachstum bei den mobilen Datenumsätzen und beim konzerneigenen TV-Angebot "Entertain".

Im übrigen Europa litt der Konzern unter der weiteren Eintrübung der wirtschaftlichen Situation in vielen Ländern, hohem Wettbewerbsdruck sowie regulatorischen Eingriffen und musste Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen.

Auch bei dem Sorgenkind T-Mobile USA ging der Kundenschwund weiter. Doch konnte die amerikanische Mobilfunktochter dank erheblicher Effizienzsteigerungen ihre Profitabilität deutlich verbessern. Außerdem profitierte die Telekom im US-Geschäft durch den schwachen Euro von Währungseffekten.

Obermann bekräftige trotz der anhaltenden Eurokrise ausdrücklich die Prognose des Konzerns für das Gesamtjahr. Die Telekom erwartet demnach 2012 ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 18 Milliarden Euro - knapp unter dem Niveau des Vorjahres.

An der Börse verlor die T-Aktie bis zum Mittag dennoch mehr als zwei Prozent an Wert.

dapd

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