Telekom will eine Million Euro von Ricke und Zumwinkel
22.04.2009 | 19:42 Uhr 2009-04-22T19:42:00+0200München/Bonn. Die Deutsche Telekom fordert offenbar von ihren ehemaligen Top-Managern Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel jeweils knapp eine Million Euro Schadenersatz. Die Ermittler halten es offenbar für möglich, dass auch Ricke und Zumwinkel vor Gericht müssen.
Die Deutsche Telekom fordert offenbar von ihren ehemaligen Top-Managern Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel jeweils knapp eine Million Euro Schadenersatz. Ein entsprechendes Schreiben habe die Kölner Anwaltskanzlei Loschelder Rechtsanwälte an den früheren Vorstandsvorsitzenden Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratschef Zumwinkel verschickt, berichtet die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstagausgabe).
Darin werden die beiden früheren Manager laut dem Bericht aufgefordert, jeweils 994 050,53 Euro Schadenersatz wegen des Bespitzelungsskandals zu leisten. Die Kanzlei habe im Auftrag des Vorstands und des Aufsichtsrates wochenlang die Ansprüche geprüft. Im Zuge der Affäre waren Mitarbeiter, Aufsichtsräte, Gewerkschafter und Journalisten ausgespäht worden.
Anwaltskosten übernehmen
Ricke und Zumwinkel wird vorgeworfen, die Bespitzelung von Telekom-Mitarbeitern in Auftrag gegeben zu haben. Die Forderungen könnten sich nach Informationen der Zeitung sogar noch erhöhen. Die Telekom habe den bespitzelten Mitarbeitern zugesagt, ihre Anwaltskosten zu übernehmen. Diese müssten dann auch, zumindest teilweise, von Ricke und Zumwinkel getragen werden.
Die Staatsanwaltschaft Bonn wird das Ermittlungsverfahren in der Telekom-Datenaffäre laut «Süddeutscher Zeitung» voraussichtlich im Sommer abschließen. Die Ermittler hielten es für möglich, dass auch Ricke und Zumwinkel vor Gericht müssen. (ddp)

07:29
Hoffentlich kommen beide vor Gericht. Ich hoffe, dass dann keine Bewährungsstrafe mehr herauskommt.
06:54
Es wundert mich schon, dass bei der damaligen Verurteilung von Zumwinkel auf Bewährung der damalige rechtsprechende Richter nicht mit berücksichtigt hat, dass der Angeklagte Zumwinkel in einem Datenbespitzelungsskandal verwoben ist/war. So etwas schließt eigentlich eine Bewährungstrafe aus. Aber es war wohl alles legal, denn wir sind ja ein Rechtsstaat !
00:02
Jetzt weiß ich auch warum der Zumwinkel sich die Pension hat auszahlen lassen. Der Kriminelle hat gewußt, daß er noch mal vor Gericht gestellt wird, so kann er noch mal seine Kohle in die Südsee schaffen.
23:57
Vielleicht hat das Schloss ja ein eigenes Verlies mit Kaviar, Rothschildbrühe und Wachteleier.
21:38
schönes Bild dieser beiden Nieten in Nadelstreifen und Gas-Gerd-Weggefährten. Nunja, verarmen wird der Zumwinkel nicht.
Hoffe, der auf Bewährung verurteile Kriminelle Herr Zumwinkel kommt noch mal vor Gericht. Dann ist nix mehr mit Bewährung, dann gehst ab in den Knast, Toscana-Schloss ade...
20:41
Nach dem geänderten Aktienrecht ist die Telekom verpflichtet Zumwinkel und Ricke auf Entschädigung zu Verklagen.
- nicht mehr und nicht weniger...