Telekom-Chef Obermann geht Ende 2013
20.12.2012 | 15:00 Uhr 2012-12-20T15:00:39+0100
Bonn. René Obermann tritt als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom zurück. Er habe den Aufsichtsrat um Entbindung von seinem Posten zum 31. Dezember 2013 gebeten, teilte die Telekom am Donnerstag in Bonn mit.
Ende einer Ärä bei Deutschen Telekom: Nach sechs Jahren als Telekom-Chef kündigt René Obermann überraschend seinen Rücktritt an. Obermann habe den Aufsichtsrat um Entbindung von seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2013 gebeten, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Nachfolger werde ab Januar 2014 Finanzvorstand Timotheus Höttges.
Obermann will näher ans operative Geschäft
Der 49-jährige wolle nach 16 Jahren Tätigkeit für die Telekom wieder näher ans operative Geschäft rücken, als das für den Vorstandsvorsitzenden eines Großkonzerns möglich sei, und stärker unternehmerische Aufgaben übernehmen, hieß es. "Ich will wieder mehr Zeit für Kunden, Produktentwicklung und Technik haben", sagte er.
Die Deutsche Telekom macht in den USA hohe Verluste. Die US-Tochter, T-Mobile USA, hat im dritten Quartal von 2012 insgesamt einen Verlust von 6,9 Milliarden Euro ausgewiesen. Bereits 2002 hatte die Telekom Abschreibungen in Höhe von 18 Milliarden Euro auf das Amerika-Geschäft vornehmen müssen.
Die Ankündigung kommt in einer bewegten Zeit für den Telefon-Konzern. Im Oktober hatte Obermann publik gemacht, er wolle die kriselnde US-Tochter mit einer Fusion wieder flott machen. Gleichzeitig will die Telekom in Deutschland in den nächsten Jahren für Milliarden ein superschnelles Datennetz bauen - die Dividende für die nächsten Jahre wurde deshalb bereits gekürzt.
Aktie reagiert kaum
Die T-Aktie baute ihre leichten Gewinne nach der Ankündigung auf bis zu 0,7 Prozent aus, notierte wenig später aber wieder nur 0,1 Prozent fester bei 8,59 Euro.
Der Markt müsse sich erst noch seine Meinung zu dem Rücktritt bilden, sagte ein Händler. Finanzvorstand Höttges genieße am Markt aber einen guten Ruf. (rtr/dpa/dapd)

11:48
Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Ausspruch auf Ende 2013 zutreffen wird, ist genauso plausible, wie der heutige Weltuntergang.
Ich gehe mal bewiesenermaßen davon aus, dass man ihm den vermurksten Verkauf von T-Mobile USA anlastet und ihm "empfohlen" hat -nach ein wenig Abstand zum Geschehen- seinen Rücktritt einzureichen.
Das T. Höttges seinen Posten übernimmt liegt in der Firmengeschichte. Seit dem Abgang von Ron Sommer, hat immer ein ehemaliger T-Mobile Vorstand das Ruder übernommen. Von T-Mobile kommt T. Höttges, für die T-Mobile -auch wenn es nur noch die Marke gibt, die Seilschaften bestehen nach wie vor- wird er entscheiden.
Das dieses Vorgehen seit dem kläglichen Untergang von K. U. Ricke zu nichts führt, erklärt ein Blick auf den Aktienkurs. Klar, anderen TK/ICT Unternehmungen geht es nicht besser. Liegt vielleicht daran, dass alle von der selben Beraterhorde hinters Licht geführt werden. Die DT AG sollte jedoch nicht "alle" sein!