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Takko produzierte in Gefängnissen in China

05.11.2012 | 08:31 Uhr
Takko produzierte in Gefängnissen in China
Takko hat in chinesischen Gefängnissen Jacken und Tops herstellen lassen.Foto: Uwe Schaffmeister/WAZ Fotopool

Hamburg.  Der Textil-Discounter Takko hat Jacken und Tops in chinesischen Gefängnissen produzieren lassen. Takko verstößt damit gegen selbst aufgestellte Statuten, die Gefängnisarbeit verbieten. Takko erklärt: Man hätte nur die Postadresse gekannt - und nicht gewusst, dass dort ein Gefängnis stehe.

Für den Textil-Discounter Takko sind Jacken und Tops in chinesischen Gefängnissen produziert worden. Das geht aus einem internen E-Mail-Verkehr hervor, der dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorliegt.

Takko verstößt damit gegen die eigene Absichtserklärung, nach den Statuten der Fair Wear Foundation zu produzieren. Die internationale Organisation wacht über die Arbeitsbedingungen in textilproduzierenden Ländern und verbietet in ihren Statuten unter anderem Gefängnis- und Zwangsarbeit.

Takko bestellte offenbar 50.000 Jacken und Tops

Laut "Spiegel" bestellte Takko über 50.000 Jacken und Tops bei der Global Fashion Support GmbH (GFS). Die GFS gehört zur Hamburger Holding Dr. Rehfeld AG und vermittelt Produktionsmöglichkeiten in Asien. Für die Abwicklung der Aufträge und Transport war die Granville Hongkong Textiles Limited zuständig - ebenfalls eine Rehfeld-Tochter.

Takko bestätigte dem Magazin die Auftragsvergabe und erklärte, man habe bisher nur eine postalische Adresse der Produktionsorte gekannt und nicht gewusst, dass es sich dabei um Gefängnisse handle. Die Zusammenarbeit mit GFS sei im Sommer 2012 eingestellt worden, weil man mit deren Leistung nicht zufrieden gewesen sei. (dapd)

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Kommentare
05.11.2012
11:14
Takko produzierte in Gefängnissen in China
von brotindosen | #4

Sind wir doch mal ganz erhlich! Ob die Sachen im Knast produziert werden oder irgendwo auf dem Hinterhof, ist doch alles nicht menschlich. Und die Designer Marken sind nicht besser. Aber man will auch nicht zu viel Geld für die Bröckeln ausgeben - man braucht das Geld ja für die Energiewende und andere tolle Projekte hier im Land. Jeder muss schauen wo erbleibt.

05.11.2012
10:03
Takko produzierte in Gefängnissen in China
von Murphy07 | #3

Und die verantwortlichen von Takko ( s. Handelsregister ) werden sich wieder herausreden. Haben sie doch bisher immer und davon/ Firmen gibt es noch mehr. Hauptsache die kasse klingelt...was Anderes interessiert die doch nicht. Für unsere familien sind KIK und Takko schon seit Langem tabu....Wir geben dies auch so weiter..an andere. Es ist doch ein Wahnsiin wenn den Menschen in China und Indien ein Lohn gezahlt wird von dem sie nicht leben können und Frau Pooth kassiert hohe Summen für die Werbung "!! und auf Fragen wird von dieser Person nicht geantwortet. Naja wie heißt es so schön " Geld stinkt nicht"...

05.11.2012
09:38
Takko produzierte in Gefängnissen in China
von oldman60 | #2

warum werden nicht in deutschland strafgefangene für minderwertige ,schlecht bezahlte arbeit eingesetzt ,damit sie merken was ein gefängnis ist.die arbeitszeit soll 14 stunden täglich dauern in dunklen arbeitsräumen.kinderschänder und mörder müssen täglich zwei stunden mit normalen gefangenen verbringen ohne aufsicht von bewachungspersonal.verbrechern geht es heute im knast besser wie vielen kindern in der familie. verbrecher haben jede menschenrechte verwirkt und nicht noch rauschgift weil das bewachungspersonal immer weniger und älter wird.

2 Antworten
Takko produzierte in Gefängnissen in China
von ArchieLeach | #2-1

Ich würde mal wirklich gerne wissen, was das Schreiben so eines Kommentars körperlich mit Ihnen macht...ach nee, ich wills doch nicht wissen....

Takko produzierte in Gefängnissen in China
von Musashi | #2-2

Ach ja, man sollte die ganze Angelegenheit etwas "pragmatischer" betrachten.

1. Die Inhaftierten gehen einer sinnvollen "Beschäftigung" nach und erhalten sozusagen
bei freier Kost und Logis tagestrukturierende Maßnahmen.

2. Der Unternehmer hat niedrige Personal- und Sachkosten und kann schließlich sein
Kapital ganz unternehmerisch für Investitionen und Sozialleistungen in den
Wirtschaftskreislauf einbringen (zumindest in der Theorie so gelernt) ;-);-);-).
Man könnte doch auch dazu noch einen "trendy" Slogan, wie Jailhouse-Wear
kreieren?!?! Dann wäre es bestimmt so richtig hipp, das Zeugs zu tragen!!!

3. @Cary: gewisse Lösungsansätze Andersdenkender haben eben auch ihren Charme
und schließlich ist ja nicht jeder zur Waldorffschule gegangen und hat gelernt, seinen
Namen zu tanzen:-):-):-)!!!

05.11.2012
08:42
Takko produzierte in Gefängnissen in China
von TVtotal | #1

Sklavenarbeit ist da immer noch billiger als in Deutschland...in Italien werden auch immer wieder Chinesische Sklavenarbeiter in versteckten Nähstuben gefunden...also warum nach China gehen?

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