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Studie: Mobile Internetnutzung wird bei Deutschen immer beliebter

19.02.2013 | 16:33 Uhr
Foto: /dapd/Timur Emek

Online im Park, in der U-Bahn und im Café: Immer mehr Deutsche surfen einer Studie zufolge über mobile Geräte im Internet. Der Anteil derjenigen, die per Smartphone, Handy, Tablet-PC oder Laptop das Internet nutzen, liegt inzwischen bei 40 Prozent, wie aus der Studie "Mobile Internetnutzung" der Initiative D21 hervorgeht.

Berlin (dapd). Online im Park, in der U-Bahn und im Café: Immer mehr Deutsche surfen einer Studie zufolge über mobile Geräte im Internet. Der Anteil derjenigen, die per Smartphone, Handy, Tablet-PC oder Laptop das Internet nutzen, liegt inzwischen bei 40 Prozent, wie aus der Studie "Mobile Internetnutzung" der Initiative D21 hervorgeht. Das entspricht im Vergleich zu den Studienergebnissen des Vorjahres einem Zuwachs von 13 Prozentpunkten: 2012 hatten noch 27 Prozent der Deutschen das mobile Internet genutzt.

Mit der Entwicklung einher geht laut Studie auch eine Steigerung der Verkaufszahlen von bestimmten Geräten, die die Technik für mobiles Internet integrieren. 37 Prozent der Deutschen verfügen demnach aktuell zum Beispiel über ein Smartphone - im Jahr davor waren es noch 24 Prozent. Zudem planen elf Prozent momentan, sich im nächsten Jahr ein neues Smartphone anzuschaffen.

Bereits im Januar hatte der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung als weltgrößter Hersteller von Smartphones mitgeteilt, dass das Unternehmen seinen Gewinn im vierten Quartal 2012 um 76 Prozent auf umgerechnet 4,95 Milliarden Euro steigern konnte. Allein in der Sparte für Smartphones und Tablet-PCs habe sich der Profit im Vergleich zum Vorjahreswert verdoppelt.

Informationen stehen schneller zur Verfügung

94 Prozent der befragten Nutzer von mobilem Internet hätten angegeben, dass ihnen durch die Technik Informationen schneller zur Verfügung stünden. 87 Prozent sagten, dass die Vernetzung mit Freunden einfacher sei.

Mobiles Internet wird für die Deutschen offenbar immer attraktiver - dennoch: 60 Prozent greifen aktuell auf die Technik noch nicht zurück. Als Grund gibt mehr als die Hälfte an, Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zu haben. 89 Prozent der Onliner ohne mobilen Internetzugang halten ihr stationäres Internet zudem momentan für ausreichend, lautet das Ergebnis der Studie.

Kommunikation wird oberflächlicher

Das mobile Internet hat nach Angaben der Befragten auch Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. Mehr als die Hälfte aller Befragten (58 Prozent) gab an, dass durch die Technik die Kommunikation zwischen Menschen immer oberflächlicher wird. Auch glaubt jeder Zweite, dass durch das mobile Internet die persönlichen Kontakte abnehmen und Menschen immer einsamer werden.

Die Initiative D21 wertet die Ergebnisse der Studie vor allem als positives Zeichen. Der Vizepräsident des Vereins, Robert Wieland, sagte bei der Vorstellung der Studie am Dienstag in Berlin: "Da die Zuwachsraten bei der Internetnutzung in den letzten Jahren ins Stocken geraten ist, liegt in der mobilen Nutzung des Internets großes Potenzial für einen neuen Entwicklungsschub der digitalen Gesellschaft in Deutschland."

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto (FDP), sprach sich dafür aus, dass es bundesweit und flächendeckend öffentliche W-Lan-Netze geben sollte.

Die Ergebnisse der Studie fußen auf 1.005 Telefoninterviews, bei denen Anfang dieses Jahres Einwohner ab 14 Jahren befragt wurden. Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsunternehmen TNS Infratest für die Initiative D12 in Zusammenarbeit mit der Huawei Technologies Deutschland GmbH erstellt. D12 ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich unter anderen Unternehmen der Technologie- und der Kommunikationsbranche engagieren.

dapd

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