Studie: Hohes Standortrisiko bei Bauinvestitionen in Hagen

Das Ruhrgebiet ist nach Einschätzung der Immobilienexperten von Dr. Lübke & Kelber ein attraktiver Raum für Wohnungsbauinvestitionen. Besonders risikoarm sei es, in Mülheim zu investieren – gefolgt von Essen und Moers. Deutlich höhere Standortrisiken, so die Studie, bringen dagegen Herne, Hagen und Gelsenkirchen mit.

„Wir haben nicht untersucht, ob die Standorte gut oder schlecht sind“, sagte Ulrich Jacke, Geschäftsführer von Dr. Lübke & Kelber, dieser Zeitung. Die Studie gebe vielmehr Investoren eine Einschätzung an die Hand, wie Risiken in den 31 untersuchten großen Städten in Nordrhein-Westfalen verteilt sind. In die Bewertung flossen Bevölkerungsentwicklung, sozioökonomische Daten, Miet- und Kaufpreise sowie Wohnungsnachfrage ein.

Die höchsten Eigenkapitalrenditen lassen sich danach landesweit in Bonn, in Düsseldorf und in Mülheim erzielen. Das Ergebnis überrascht. „Gegen die Rheinschiene geriet das Ruhrgebiet bislang ins Hintertreffen“, meint Ulrich Jacke. „Mülheim kommt aber besonders gut weg, weil man hier Wohnimmobilien noch zu attraktiven Preisen kaufen kann und der Standort nicht so bekannt ist wie Düsseldorf.“

Aus der Risikobewertung leitet der Immobilien-Experte aber ab, dass „hochattraktive Investitionen“ auch in anderen Ruhrgebietsstädten möglich sind. Zumal die Immobilienpreise im Revier auch in guten Lagen noch deutlich unter denen in angesagten Metropolen wie Köln und Düsseldorf liegen. Dort müssen Erwerber einer 70 Quadratmeter großen Eigentumswohnung über 25 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens einkalkulieren, um die Immobilie zu bewirtschaften. Am geringsten fallen die Finanzierungsbelastungen dagegen etwa in Witten und Siegen aus, wo der Satz knapp unter 15 Prozent liegt.

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