Streit um Abfindungen bei Opel

Bochum..  Viele Opelaner, die ihren Arbeitsplatz im Bochumer Werk verloren haben, halten die Abfindung, deren Höhe ihnen dieser Tage schriftlich mitgeteilt wird, für viel zu niedrig. Offenbar klafft eine große Lücke zwischen den aktuellen Berechnungen der Nettosummen und denen, die vor der Unterzeichnung von Opel vorgelegt wurden. Nach Informationen dieser Zeitung gingen Dutzende Widersprüche bei Opel, bei IG Metall und dem Betriebsrat ein.

Hauptgrund für den Ärger ist offenbar, dass bei der computer-gesteuerten Berechnung der Nettoabfindung auch für 2015 ein Einkommen eingetragen und entsprechend versteuert werden musste. Das könne Abzüge von 15 000 Euro und mehr bedeuten, hieß es. IG Metall und der Lohnsteuerverein Steuerring betonen aber, dass die Opelaner dieses Geld beim nächsten Lohnsteuerjahresausgleich zurück bekommen. Nur wurde ihnen das offenkundig vorher nicht so gesagt.

Bei rund 800 älteren Mitarbeitern sind die Abzüge aber anscheinend noch größer, weil bei der Abfindungsberechnung bestimmte Faktoren nicht berücksichtigt wurden. Opel werde in diesen Fällen bis Ende März neue Angebote machen, erklärte dazu gestern die IG Metall in Bochum.