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Strabag hat Interesse an Service-Geschäft von Hochtief

04.03.2013 | 12:41 Uhr
Strabag hat Interesse an Service-Geschäft von Hochtief
Der Baukonzern Strabag hat Interesse am Service-Geschäft von Hochtief bekundet.Foto: Werner Liesenhoff

Düsseldorf.  Der Baukonzern Strabag aus Österreich interessiert sich für das Service-Geschäft des Konkurrenten Hochtief. Das Unternehmen kündigte an, im Rahmen eines Bieterverfahrens einen Blick in die Bücher werfen zu wollen. Neben Strabag sind auch andere ausländische Baukonzerne an Hochtief interessiert.

Der österreichische Baukonzern Strabag hat Interesse am Service-Geschäft des Konkurrenten Hochtief angemeldet . Es gebe "vermutlich eine perfekte strategische Passung zwischen unserem und Hochtiefs Dienstleistungsgeschäft", erklärte eine Strabag-Sprecherin am Montag. Strabag wolle im Rahmen eines Bieterverfahrens einen Blick in die Bücher des Hochtief-Bereichs werfen - "nur so lässt sich feststellen, was das Unternehmen tatsächlich wert ist", fügte die Sprecherin hinzu. Von Hochtief war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hatte das Service-Geschäft mit 5700 Beschäftigten zum Verkauf gestellt. Es würden zahlreiche Interessenten erwartet, hatte es im Umfeld des Essener Konzerns geheißen. Der Verkauf des Service-Geschäftes könnte Hochtief bis zu 170 Millionen Euro einbringen, hatte die "Wirtschaftswoche" am Wochenende berichtet.

Auch Unternehmen aus Finnland, Dänemark und Frankreich an Hochtief interessiert

Dem Blatt zufolge sind auch der finnische Baukonzern YIT, die dänische ISS-Gruppe sowie aus Frankreich der Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci, der bereits in der Vergangenheit Interesse an Hochtief-Teilen angemeldet hatte, und der Dienstleister Cofely interessiert.

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Das Bauunternehmen Hochtief will profitabler werden. Dazu will das Unternehmen sein Service-Geschäft verkaufen. Das kündigte Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes an. Vor allem bei ausländischen Bietern bestünde eine hohe Zahlungsbereitschaft. 5700 Mitarbeiter wären von dem Verkauf betroffen.

Als potenzielle inländische Käufer nannte das Magazin unter anderem den Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger. Ein Sprecher von Bilfinger sagte, der Konzern verfolge seit Jahren eine Strategie, um durch Akquisitionen zu wachsen. "Alles weitere sind Spekulationen", ergänzte er.

Verdes hatte angekündigt, Hochtief auf Profit trimmen zu wollen. Der Konzern solle sich wieder auf seine Wurzeln besinnen: den klassischen Baubereich. Dazu will sich Hochtief von der Hälfte seines Europa-Geschäftes trennen. Außerdem wolle Hochtief auch weiterhin sein Flughafengeschäft veräußern, hatte der vom spanischen Großaktionär ACS entsandte Manager gesagt. (rtr)



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