Steag hat kein Interesse an der Braunkohle

Essen..  Der Essener Energiekonzern Steag hat ein Interesse am Braunkohle-Geschäft des Vattenfall-Konzerns dementiert. Es gebe „seitens Steag keine Bemühungen in diese Richtung“, teilte das Unternehmen mit. Offenkundig sei der Name Steag „von interessierter Seite ins Spiel gebracht“ worden, hieß es aus dem Unternehmen nahestehenden Kreisen. Steag-Sprecher Jürgen Fröhlich erklärte: „Es gibt unseres Wissens nach kein Verkaufsverfahren. Und es gibt seitens Steag keine Bemühungen in diese Richtung.“

Fest stehe, dass unterschiedliche Gruppierungen nach einer Lösung für das ostdeutsche Braunkohlegeschäft von Vattenfall suchten, sagte Fröhlich. „Dass die Steag aufgrund ihrer Kompetenz im Betrieb von Kraftwerken in diesem Zusammenhang von dritter Seite spekulativ genannt werde, könne man nicht ausschließen.“ Die Steag habe aber keinerlei „Fühler hinsichtlich Braunkohle ausgestreckt“.

Die „Rheinische Post“ hatte unter Berufung auf Konzern- und Gewerkschaftskreise berichtet, auch der Essener Steag-Konzern sei an der Lausitzer Braunkohle-Industrie interessiert, und Konzernchef Joachim Rumstadt habe bereits erste Gespräche geführt. Die Bergbau-Gewerkschaft IG BCE wollte zu dem Thema nicht Stellung nehmen.