Starker Rückgang bei Verbraucherpreisen im Juli
11.08.2009 | 14:55 Uhr 2009-08-11T14:55:00+0200
Wiesbaden. Den stärksten Rückgang bei den Verbraucherpreisen seit Februar 1987 meldet das Statistische Bundesamt für den Monat Juli. Die Preise lagen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent niedriger. Vor allem Benzin, Diesel, Heizöl und Lebensmittel seien günstiger geworden.
Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren sind die Verbraucherpreise in Deutschland gesunken. Die Preise lagen im Juli im 0,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, das ist der erste Preisrückgang seit dem März 1987, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Inflationsrate lag vor allem deshalb im Minus, weil sich Benzin, Diesel und Heizöl sowie Lebensmittel stark verbilligten.
Preiskapriolen beim Mineralöl
Die Statistiker korrigierten damit ihre Prognose von Ende Juli leicht. Damals waren sie noch von minus 0,6 Prozent ausgegangen. Letztmals war im März 1987 mit minus 0,3 Prozent eine negative Inflation verzeichnet worden. Im Februar 1987 hatte das Minus mit 0,6 Prozent letztmals höher gelegen.
Wie schon damals sind auch in diesem Jahr vor allem Preiskapriolen bei Mineralölprodukten für das Minus verantwortlich. So kosteten Benzin und Diesel im Juli 20 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Heizöl war sogar mehr als 40 Prozent billiger. Im vergangenen Juli hatten die Preise für Benzin und Diesel mit mehr als 1,50 Euro pro Liter einen historischen Höchststand erreicht.
Lebensmittel günstiger im Juli
Dagegen kostete Gas, das mit Verzögerung an den Ölpreis gekoppelt ist, im Juli nur 3,3 Prozent weniger, Strom sogar 6,6 Prozent mehr. Lebensmittel waren im Juli 2,4 Prozent billiger, wobei das Minus bei Milchprodukten mit knapp zehn Prozent besonders groß ausfiel. Besonders stark sanken die Preise bei Quark und Vollmilch, wo das Minus bei mehr als 20 Prozent lag. Gemüse kostete rund zehn Prozent weniger. Fisch und Fleisch wurde dagegen leicht teurer.
Ohne die Kapriolen bei den Preisen von Energie und Lebensmitteln, die zusammen 20 Prozent des durchschnittlichen Warenkorbs eines Bundesbürgers ausmachen, hätte die Inflationsrate mit einem Plus von 1,4 Prozent im üblichen Bereich gelegen. So stiegen etwa die Mieten ohne Nebenkosten um 1,1 Prozent. Besonders stark verteuert haben sich im Juli etwa Zigaretten, wo es eine Preiserhöhung gab und Pauschalreisen.
Hohe Preise in vergangenen Jahren
Im Vergleich zum Juni blieben die Preise dagegen exakt auf demselben Niveau. Das starke Minus in der jährlichen Inflationsrate kommt vor allem dadurch zustande, dass die Preise im vergangenen Juli besonders hoch lagen.
Schon in den vergangenen Monaten hatten sich die Kosten für die Lebenshaltung nur noch gering erhöht. Im Mai hatte die Inflationsrate bei null Prozent gelegen, im Juni bei 0,1 Prozent. Noch im vergangenen Sommer waren Inflationsraten von drei Prozent und mehr gemessen worden. In den kommenden Monaten dürfte die Teuerung wieder ansteigen, weil das hohe Vergleichsniveau des Vorjahres dann nach und nach wegfällt. Von Juni an waren die Spritpreise im vergangenen Jahr gesunken. (afp)

15:45
Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet um wieviel Prozent die Preise seit Einführung des Euros gestiegen sind? Dies dann den jetzigen gegenübergestellt?
16:21
Und wieder eine Meldung vom Bundesamt für Volksverdummung, die für den Rundordner ist...
16:16
Da werden die Linken Spinner staunen da sie eine Deflation begrüßen würde was unser Land lähmen würde. Es gibt also doch Anzeichen für jedermann auch für Linke erkennbar das der Boden erreicht zu sein scheint.
14:53
welche preise sind denn gesunken? werden da mediamarkt-angebote für nen neuen 120cm flach-tv eingerechnet oder was? also ich zahl seit wochen die selben preise beim einkaufen und merk nichts von preisrückgang. 20% reduzierung bei milch? also anfang des jahres lag der preis meiner milch bei 69 cent, jetzt seit ca vier wochen auf 62 gesenkt. ich brauch da nichtmal nen taschenrechner um festzustellen, dass das keine 20% sind. dafür müssten das ca 56 cent sein. gemüse 10% weniger? naja wenn bei edeka nen blumenkohl zwei euro kostet, dann ist das nen aufschlag von ca 300% zu DM-zeiten. aber die dürfen wir ja eh nicht mehr zum vergleich ziehen...
und der benzinpreis springt eh so wie die damen und herren grad lustig sind hoch und seltener runter.
13:37
Zucker soll deutlich teurer werden! (25-100% Erzeugerpreise)
Stand gestern in irgendeiner Zeitung, also einer mit richtigen Artikeln und so, aus Österreich glaub ich.
13:15
Sinkende Mineralölpreise? Wo? Heute an zwei Tankstellen am Niederrhein gesehen € 1,36 neun pro Liter Benzin. Ich habe den Eindruck gewonnen, die schaukeln die Spritpreise ganz langsam wieder hoch.
12:56
Irgendwas muss an mir vorbei gehen. Ich kaufe immer so ziemlich die gleichen Dinge, aber weniger bezahlen tu ich trotzdem nicht. Komisch.
12:34
Sind alle Produkte um 2 cent billiger geworden und man hat aus der Summ dann einen riesigen Preissturz rausgelesen? Mal ernsthaft???
09:53
wäre nett, wenn die waz mal umrechnen würde!!!!!!
nicht nur anhand der milchpreise.
08:59
Bis jetzt konnte ich noch nicht feststellen, dass alles preiswerter geworden ist. Weder bei den Benzinpreisen noch bei den Lebensmitteln. Mich würde interessieren, woher das statistische Bundesamt diese Weisheit her hat. Letzte Woche hieß es, dass Aldi die Preise gesenkt hat. Ich habe davon nichts gemerkt. Die Preise sind bis jetzt gleich geblieben.