Standard & Poor's stuft auch Euro-Rettungsschirm herab
16.01.2012 | 20:02 Uhr 2012-01-16T20:02:00+0100
New York. Drei Tage nach der Herabstufung Frankreichs und Österreichs hat die Ratingagentur Standard & Poor's auch dem Euro-Rettungsschirm EFSF seine Spitzenbonität genommen. Die Agentur stufte den EFSF am Montag auf AA+ herab. Das ist ein weiterer Rückschlag für die Eurozone im Kampf gegen die Schuldenkrise.
Die Ratingagentur S& P hat nach mehreren Euro-Ländern nun auch die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsfonds EFSF herabgestuft. Die Bonität des Fonds werde statt mit "AAA" nun mit "AA+" bewertet, teilte S&P am Montag als Konsequenz aus der Herabstufung insbesondere Frankreichs und Österreichs mit. Anders als EZB-Chef Mario Draghi sieht die Bundesregierung keinen Grund für ein Aufstocken des EFSF.
Standard & Poor's (S&P) wollte nicht ausschließen, den EFSF wieder heraufzustufen, wenn er durch zusätzliche Garantien abgestützt werde. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Draghi, äußerte sich distanziert zur Bedeutung der Ratingagenturen. "Wir sollten lernen, entweder ohne sie auszukommen - oder aber mit ihnen, dann aber mit einer weit geringeren Bedeutung als heute", sagte Draghi vor dem Europaparlament in Straßburg. Zugleich vertrat Draghi aber die Ansicht, beim EFSF seien zusätzliche Einzahlungen erforderlich, um seine Effizienz zu erhalten.
Bundesregierung will kein Geld nachschießen
EFSF-Chef Klaus Regling erklärte indes in Brüssel, die Fähigkeit des EFSF zur Kreditvergabe werde durch die Entscheidung von Standard & Poor's nicht beeinträchtigt. "Der EFSF hat die Mittel, seinen Verpflichtungen nachzukommen", fügte Regling hinzu. Dies gelte bis zum angestrebten Inkrafttreten des Rettungsmechanismus ESM im Juli.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) machte am Montag klar, dass die Bundesregierung kein Geld zum EFSF nachschießen will. Nach der Mitteilung von Standard & Poor's bekräftigte Schäubles Sprecher, derzeit sei "beim EFSF kein Handlungsbedarf erkennbar". Das Garantievolumen reiche für die aktuellen Verpflichtungen aus, sagte auch Regierungssprecher Steffen Seibert. Der Rettungsmechanismus ESM sei wegen der vorgesehenen Kapitaleinzahlungen nicht "so abhängig von Bonitätsbewertungen einzelner Mitgliedstaaten" wie der EFSF.
Einfluss von Rating-Agenturen begrenzen
Das Bundesfinanzministerium geht laut einem Sprecher davon aus, dass die Beratungen über das Vorziehen des ESM beim Treffen der EU-Finanzminister in der kommenden Woche abgeschlossen werden können. Der deutsche Beitrag für die zugesagten Kredite beträgt 21,5 Milliarden Euro.
Auch Schäuble forderte, den Einfluss der Rating-Agenturen zu begrenzen. Die jüngste Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs und anderer Euro-Staaten werde die auf EU-Ebene geplanten Regelungen beschleunigen, sagte Schäuble im Deutschlandfunk. Die EU-Kommission kritisierte die Entscheidung von S&P, die am Freitag neun Euro-Länder abgewertet hatte. Der Zeitpunkt sei "seltsam", sagte ein Sprecher. (afp)

12:49
Euro weg, DM wieder herausgeholt und man wird sehen, dass wir tatsächlich gestärkt aus dem Ganzen hervorgehen. Pech nur, dass Deutschland immer noch kein souveräner Staat ist und uns Amerikas Finanzhaie mit Hilfe der Rating-Agenturen niederknüppeln.
05:01
...bei der Bewertung der Bewertungsfirmen geteilter Meinung sein.
Aber wer käme auf die Idee,irgend ein europäisches Land
für maximal kreditwürdig zu halten?
20:40
Was interessieren eigentlich diese amerikanischen Heinis??? Wofür bekommen die Geld? Sie sind doch absolut unproduktiv. Warum stören wir uns daran? Und warum muss man so einen Quatsch auch in Europa einführen? Von den Amis lernen? Lachhaft. Diese Rateagenturen einfach ignorieren und fertig. Ja keine Gelder in so einen Blödsinn stecken.
12:08
Standard, also nichts Besonderes und Poors, auf Deutsch die Minderbemittelten.
11:51
Die Rating Agenturen sind nicht viel mehr als die Lakeien der internationalen Hochfinanz - aber eben auch nicht weniger. Das die USA als Mutterland der Hochfinanz nicht schon längst abgewertet wurde, so wie es erfoderlich gewesen wäre, lässt zudem tief blicken. Und - was Europa angeht - haben die Agenturen durchaus recht: Der Euro ist längst Pleite - nur mit aberwitzig viel Geld und politischer Schönfärberei wird das Ende hinausgeschoben.
11:31
Wann wird die pleite Nation "USA" denn nun endlich auf Ramschniveau gesetzt.
Man merke ein guter Hund pinkelt nicht in seine eigene Hütte ;-))
Die Amis drucken seit Jahren Dollar über Dollar um die Inflation anzuheizen, damit sie über eine Währungsreform ihre Schulden tilgen können, die sie und desgleichen auch Europa, nie mehr abzahlen können.
11:05
Der Durchschnittsbürger, der diese s. g. Bewertungsagentur nicht ernst nehmen kann, fragt sich natürlich, wieso die internationalen Finanzexperten dies tun!
11:05
Hat jemand den Bericht von S&P auch mal gelesen?
Wärte ziemlich unangenehm für die "neuen Lenker" in Europa, denn es geht glasklar daraus hervor, dass das Downrating aufgrund des Sparkurses in der EU erfolgt, der Alles so richtig schön in den Abgrund reissen wird.
Komischerweise kommen nämlich selbst die Monetaristen von S&P langsam mal auf den Trichter, dass wir keine Schuldenkrise, sondern eine Wettbewerbsungleichheit haben.
Bei aller berechtigten Kritik an Rating- Agenturen, aber da haben sie nunmal recht!
10:46
Was sagt Merkel:
Wir werden aus der Sache Gestärkt hervor gehen.
10:12
Ratingagenturen sind AA.