Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Wirtschaft

Stahlproduzent ArcelorMittal meldet Verlust und kürzt Dividende

31.10.2012 | 10:20 Uhr
Foto: /AP/CLAUDE PARIS

ArcelorMittal, der größte Stahlproduzent der Welt, ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und kürzt die Dividende. Der Konzern meldete für die Monate von Juli bis September ein Minus von 709 Millionen Dollar. Er verwies zur Begründung auf die Abschwächung der Konjunktur in China und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Luxemburg (dapd). ArcelorMittal, der größte Stahlproduzent der Welt, ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und kürzt die Dividende. Der Konzern meldete für die Monate von Juli bis September ein Minus von 709 Millionen Dollar. Er verwies zur Begründung auf die Abschwächung der Konjunktur in China und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die Schulden des Unternehmens stiegen im dritten Quartal um 1,2 Milliarden auf 23,2 Milliarden Dollar. ArcelorMittal werde sich jedoch bemühen, seine Schulden zu reduzieren und die Produktivität zu erhöhen.

Der Finanzvorstand des Konzerns, Aditya Mittal, erklärte in einer Telefonkonferenz mit Journalisten, Ziel sei es, die Schulden im vierten Quartal auf 22 Milliarden Dollar zu drücken. Der Konzern habe seit Beginn der Eurokrise vor drei Jahren bereits Vermögenswerte in Höhe von 2,7 Milliarden verkauft und plane weitere Verkäufe. Eine Milliarde Dollar werde durch eine Dividendenkürzung von 75 Cent auf 20 Cent eingespart, sagte Mittal weiter. Er zeigte sich allgemein optimistisch über die Lage der Weltwirtschaft, verwies jedoch auf den bevorstehenden Führungswechsel in China und den Haushaltsstreit in den USA als mögliche Probleme.

Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte der Stahlproduzent noch einen Gewinn von 959 Millionen Dollar gemeldet. Insgesamt verdiente der Konzern in den ersten neun Monaten 2012 261 Millionen Dollar, während es im Vorjahreszeitraum noch 3,2 Milliarden Dollar waren.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

 
Aus dem Ressort
Neues Apple-Update auf iOS 8.1 bügelt viele Schwächen aus
Apple
Apple hat eine neue Version seines Betriebssystems für iPhones und iPads bereitgestellt. Das Update auf iOS 8.1 stopft Sicherheitslücken und bringt verbesserte sowie neue Funktionen. Außerdem gibt es auch ein neues Tool zum Versenden von Kurznachrichten.
Unternehmen dürfen älteren Arbeitnehmern mehr Urlaub geben
Arbeitsrecht
Ältere Arbeitnehmer dürfen aufgrund ihres Alters mehr Urlaub als Jüngere bekommen. Das Bundesarbeitsgericht wies am Dienstag entsprechende Klagen ab. Beschäftigte eines Schuhherstellers waren vor Gericht gezogen, weil ihre Kollegen ab 58 Jahren zwei Tage mehr Urlaub bekommen.
Duisburg 2027 - So soll die Wirtschaft aufgestellt werden
Stadtplanung
Die Zukunft wird in der Gegenwart entwickelt. Mit "Duisburg 2027" wollen die Stadtplaner die Weichen für die Zukunft stellen. Wo sollen Menschen leben, wo arbeiten, wo sich erholen? In der nächsten Ratssitzung wollen sie sich grünes Licht dafür holen. Hier die Pläne für die Wirtschaft.
iPhone 6 treibt Apple zum nächsten Milliardengewinn
Apple
Die neuen iPhone-Modelle verkaufen sich rasend schnell. Das brachte dem Konzern den nächsten Milliardengewinn ein. Aber auch die Mac-Computer erzielten im schwächelnden PC-Geschäft überraschend Rekordverkäufe. Für das Weihnachtsquartal rechnet der Konzern weiterhin mit einem starken Geschäft.
Laubbläser nerven und können kleine Tiere töten
Laubbläser
Laubbläser sind nicht nur laut, sie wirbeln Feinstaub auf und können Natur und Umwelt gefährden. In Graz sind die Geräte jetzt mit Rücksicht auf die Ohren und die Umwelt verboten worden. Naturschützer machen besonders Kombi-Geräte Sorgen, die kleine Tiere wie Igel und Mäuse häckseln können.