Stahlindustrie rechnet erst 2011 mit Normalisierung
09.11.2009 | 18:59 Uhr 2009-11-09T18:59:00+0100Düsseldorf. Die Stahlhütten in Deutschland fahren die Produktion wieder hoch. Doch die Branche sieht noch eine große Konjunkturunsicherheit.
Die deutsche Stahlindustrie rechnet nach dem heftigen Einbruch der Nachfrage im Frühjahr erst im Jahr 2011 wieder mit einer Normalisierung der Konjunktur. Gleichwohl fahren die Hütten die Produktion nach der Belebung der Geschäfte in den vergangenen Monaten wieder zügig hoch. Sechs Hochöfen hatten die Stahlkocher in Deutschland nach dem massiven Einbruch der Nachfrage im Frühjahr stillgelegt und annähernd die Hälfte ihrer 95 000 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt. Inzwischen sind drei Öfen wieder in Betrieb, und die Kurzarbeit ist auf 25 Prozent der Belegschaften reduziert worden. Die Branche reagiere auf die aktuelle Belebung der Nachfrage. Noch sei die Konjunkturunsicherheit aber groß, sagte Hans Jürgen Kerkhoff, der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf.
Kerkhoff verwies auf die schwer einzuschätzende Lage der Autoindustrie, der Gewerbeimmobilien und der Maschinenbauer. Hinzu kommen Sorgen der Branche vor einer Stahlflut aus China.
Die deutschen Stahlkocher haben das „Schlimmste überstanden”, glaubt Kerkhoff. Aber auch 2010 dürfte noch ein „sehr schwieriges Jahr” werden. Um rund 30 Prozent auf allenfalls 32 Millionen Tonnen wird die Stahlproduktion 2009 sinken – auf das Niveau von 1963, hieß es. Im nächsten Jahr dürften hierzulande nicht mehr als 40 Millionen Stahl produziert werden, nur so viel wie 1998.
Eine neuerliche Rationalisierungswelle wie nach den Krisen der Vergangenheit erwartet der Stahlverband nicht. Allerdings werden die 2008 in den deutschen Hütten geschaffenen 3000 neuen Stellen vermutlich wieder gestrichen. Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hatte den Abbau von annähernd 2000 Stellen in seinen deutschen und europäischen Werken angekündigt. NRZ

13:48
Erholung erst in 2011 ?
Aufgrund welcher Daten????
Ich dachte im übrigen der Aufschwung sei schon da: -)))