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Stadtmagazin "Heinz" hat Insolvenz angemeldet

27.03.2013 | 12:57 Uhr
Stadtmagazin "Heinz" hat Insolvenz angemeldet
Das Stadtmagazin "Heinz" musste Insolvenz anmelden. In diesem Haus in Wuppertal ist die Redaktion untergebracht.Foto: Atamari

Wuppertal.  Das Szeneblatt "Heinz" ist insolvent. Das Verfahren für das durch fünf Regionalausgaben im Ruhrgebiet und im Bergischen Land bekannte Monatsmagazin wurde am Montag eröffnet. Im Mai und Juni sei ein Erscheinen noch gesichert. Grund für die Insolvenz ist ein Rückgang bei den großen Anzeigen.

Nach dem Aus für die Print-Ausgabe von "Prinz" droht ein weiteres Stadtmagazin vom Markt zu verschwinden: Das Wuppertaler Szeneblatt "Heinz" ist in der Insolvenz. Das Verfahren sei am Montag eröffnet worden, bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts Wuppertal. Die April-Ausgabe des Monatsmagazins ist an diesem Mittwoch erschienen. Auch für Mai und Juni sei ein Erscheinen noch gesichert, sagte der verantwortliche "Heinz"-Redakteur, Gerhard Roßmann, der Nachrichtenagentur dpa. "Die Druckerei hat uns signalisiert, dass sie weiter mit uns zusammenarbeiten will."

Im Zuge der Printkrise sei die Unsicherheit bei den überregionalen Anzeigenkunden gestiegen, sagte Roßmann. "In den vergangenen Monaten sind die großen Anzeigen weggeblieben." Im lokalen und regionalen Anzeigengeschäft habe "Heinz" dagegen im Vergleich zum Vorjahr sogar zugelegt. Aufgrund von Dauerkunden könne der Verlag das weitere Erscheinen des Magazins vorerst gewährleisten. Insolvenz wurde jetzt für die beiden "Heinz"-Verlage in Wuppertal und Dortmund angemeldet. Ein gemeinsamer Insolvenzverwalter wurde bestellt.

107.000 "Heinz-"Exemplare im Monat

Es gibt fünf Regionalausgaben des 1991 gegründeten Stadtmagazins in NRW: vier im Ruhrgebiet (Dortmund, Duisburg/Mülheim/Oberhausen, Essen, Bochum/Herne/Witten) und eine im Bergischen Land (Wuppertal/Solingen/Remscheid). Das Blatt ist an 1800 Auslegestellen im Land erhältlich, 107 000 Exemplare werden jeden Monat gedruckt.

Das 1986 gegründete Szenemagazin "Prinz" war im Dezember vergangenen Jahres aus den Kiosken verschwunden und erscheint seitdem nur noch im Internet. (dpa)



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