Sprit wird immer billiger

Hagen..  Die fallenden Ölpreise lassen die Spritrechnungen der Autofahrer in Deutschland weiter schrumpfen. An einzelnen Tankstellen kratzt der Preis für einen Liter Diesel seit Tagen an der symbolträchtigen Ein-Euro-Marke. Der Preis für Superbenzin E10 rutschte auf 1,18 Euro ab. In Schleswig-Holstein unterschritt der Dieselpreis örtlich sogar die Schwelle zur Zweistelligkeit und lag zwischenzeitlich bei 99 Cent. Allerdings ist im bundesweiten Durchschnitt die Grenze noch ein ganzes Stück entfernt: Nach Berechnungen des ADAC kostet der Liter Diesel derzeit im Schnitt 1,128 Euro – 3,3 Cent weniger als vor einer Woche.

Die Talfahrt des Rohölpreises hält unterdessen an. Der Preis für die Nordseesorte Brent fiel gestern auf 46,80 Dollar pro Barrel. Hintergrund ist neben der lahmen Weltkonjunktur das Überangebot auf dem Ölmarkt, Folge vor allem des Fracking-Booms in den USA. Derzeit werden täglich 1,8 Millionen Barrel Öl mehr gefördert als benötigt. Analysten gehen davon aus, dass die Ölschwemme noch mindestens bis in die zweite Jahreshälfte anhält.

Ziemlich ungerührt dürfte der Fiskus den fallenden Spritpreis verfolgen: Abgesehen von der Mehrwertsteuer bleibt sein Anteil am Preis immer gleich: 65 Cent für Benzin, 47 Cent für den Liter Diesel.