Sozialplan oder betriebsbedingte Kündigungen

Hagen..  Die sich überraschend abzeichnende technische Lösung für die Strom-Insel im Märkischen Kreis und der Stadt Hagen und die damit wahrscheinlicher werdende Stilllegung der Kraftwerke des regionalen Energieversorgers Enervie vergrößert die Sorgen um ein Millionen-Loch im Etat und die Zukunft der Arbeitsplätze in dem Unternehmen.

Der Aufsichtsrat ließ sich gestern in seiner Sitzung vom Vorstand des Unternehmens unter Sprecher Ivo Grünhagen informieren - über die Zukunft der Erzeugung sowie der dortigen 350 Arbeitsplätze. Im Raum stehen ein nun notwendiger Sozialplan oder gar betriebsbedingte Kündigungen. Insbesondere soll untersucht und dem Aufsichtsrat berichtet werden, wie das Unternehmen die Einnahmeausfälle in Millionenhöhe bewältigen will. Die neue Entwicklung stellt die künftige Finanzplanung, aber auch den Jahresabschluss für 2014 in Frage. Formelle Beschlüsse seien nicht gefasst worden. Die eilig einberufene Sondersitzung des Aufsichtsgremiums war notwendig geworden, weil sich die Netzbetreiber in der Region bewegt haben. Branchenkreisen zufolge habe Amprion vorgeschlagen, das Enervie-Netz über eine weitere Stelle in der Anlage Dortmund-Krukel zu beliefern.