Sorge um Siemens-Arbeitsplätze in Mülheim

Mülheim..  Die Folgen der Energiewende könnten das Siemens-Werk in Mülheim mit derzeit rund 4800 Beschäftigten noch härter treffen als befürchtet. Das Magazin „Wirtschaftswoche“ berichtet in seiner jüngsten Ausgabe davon, dass ein Abbau von „mehr als 1000 Stellen“ im größten Siemens-Werk von NRW denkbar sei. Das Magazin bezieht sich auf Informationen aus dem Betriebsrat. Im Mai, so heißt es, wolle Siemens neue Streichungen in der Energiesparte verkünden.

Erst wenn es verlässliche Rahmenbedingungen zur weiteren Energiewende gebe, könne auch über die Zukunft der Beschäftigten und einen Stellenabbau geredet werden, erklärte Georg Lohmann, Sprecher von Siemens in NRW. Im Gespräch mit dieser Zeitung bezeichnete er Äußerungen über einen derartig hohen Stellenabbau in Mülheim als Spekulation. Ähnlich äußerte sich auch der Betriebsratsvorsitzende in Mülheim, Pietro Bazzoli: „Ich kenne derartige Zahlen nicht.“

Sorgenvoll hatten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Zukunft von Siemens geäußert. Aufgrund der weltweiten Überkapazitäten beim Kraftwerksbau sollen im Mülheimer Siemens-Werk 199 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut werden, über eine mögliche Verlagerung von 100 weiteren Stellen solle im Mai beraten werden, hieß es bisher.