Sondergenehmigung für Eon-Kraftwerk soll Bahn-Chaos verhindern
26.10.2012 | 19:31 Uhr 2012-10-26T19:31:35+0200
Essen/Datteln. Das umstrittene Eon-Kohlekraftwerk in Datteln soll mit einer Sondergenehmigung auch in diesem Winter weiter betrieben werden. Das lässt NRW-Umweltminister Remmel gerade prüfen. Die Landesregierung verhandle mit dem Stromkonzern, um so massiven Zugausfällen wegen Stromausfalls vorzubeugen.
Angesichts drohender Stromengpässe und Zugausfälle bei der Deutschen Bahn prüft die nordrhein-westfälische Landesregierung eine Ausnahmegenehmigung für den Düsseldorfer Energieversorger Eon. „Wir sind seit Monaten in intensiven Gesprächen mit Eon, damit der börsennotierte Konzern seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Bahn und anderen Vertragskunden nachkommen kann“, sagte der zuständige NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) der WAZ-Gruppe: „Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Gespräche noch im November zu einem guten Abschluss bringen können.“
Auch Eon-Deutschland-Geschäftsführer Ingo Luge gab Entwarnung. „Eon wird liefern“ , sagte Luge auf Anfrage. „Wir rechnen bis Ende des Jahres mit einer behördlichen Genehmigung, mit der wir das Kraftwerk Datteln vorübergehend weiter betreiben können“, erklärte Luge. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir uns auf eine entsprechende Zusage der NRW-Landesregierung verlassen können. Daher teilen wir auch nicht die Befürchtung, dass es im Winter zu Stromengpässen bei der Deutschen Bahn kommen wird.“
Drei Viertel des Stroms, den die Deutsche Bahn in Nordrhein-Westfalen benötigt, produzieren die Blöcke I bis III des Eon-Kohlekraftwerks in Datteln . Nach jetzigem Stand müssen die Anlagen Ende des Jahres stillgelegt werden, weil es dann keine behördliche Genehmigung mehr gibt. Doch das neue Steinkohlekraftwerk Datteln IV darf noch nicht ans Netz. Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte Alarm geschlagen und die Befürchtung geäußert, dass es im Winter zu Stromengpässen kommen könnte.

18:30
Wozu benötigen wir Bahnstrom. Die Grünen haben sich verpflichtet die Züge zu schieben.
15:25
Wann kommen Sondergenehmigungen für die umstrittenen Umweltzonen, Herr Remmel, damit leidgeplagte Bürger wieder ruhigen Gewissens durchs Ruhrgebiet fahren können?
13:15
nussknacker | #10-1
"Nein, wird sind nicht in USA, hier gibt es nur
50 Hz Wechselstrom!!!"
https://www.dbnetze.com/infrastruktur-de/start/produkte/energie/167_hz.html
Mit der Bereitstellung von 16,7-Hz-Bahnstrom und Gleichstrom sichert die DB Energie Tag für Tag die kostengünstige Stromversorgung für den elektrischen Zugbetrieb in Deutschland.
10:46
Es ist eine Lachhnumme, dass die Fertigstellung des neuen Kraftwerkes gestopt wurde. Ich bin extra mal von Herdecke nach Datteln gefahren um mir das alte und neue Werk anzuschauen. Was ist verkehrt bei dem neuen Kraftwerk? Es sieht gut und sauber aus, auf jeden Fall viel besser als das alte. Auch wenn nicht alles nach geltendem Recht gelaufen ist sollte man fünf gerade sein lassen. Wie kann eine Industrienation nur solchen Unsinn machen und sich damit an den Pranger stellen. Jetzt geht auf keinen Fall ein Weg daran vorbei das alte Kraftwerk weiter zu betreiben, Dank den Klägern.
Stimmt, den Klägern danke ich auch.
EON hat sich sein Dilemma selbst zuzuschreiben,
also wieso "fünfe gerade sein lassen"?
Damit läßt sich für alles ein Genehmigungsprozeß umgehen.
Merkwürdige Auffassung, die Sie haben.
10:31
Zitat:
„Wir sind seit Monaten in intensiven Gesprächen mit Eon, damit der börsennotierte Konzern seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Bahn und anderen Vertragskunden nachkommen kann“, sagte der zuständige NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne)...
Warum noch lange Gespräche. Es reicht doch ein Ja oder Nein.
Oder hofft Remmel, dass die Steag , wie wie öfters berichtet,den Bahnstrom liefern soll und will, die 3000 undichten Schweißnähte des Blocks 10/Walsum bis Ende 2012 dicht bekommt.
09:55
WARUM
kommt Politit nicht mit technischen Daten übern "Berg" ??
damit der "dumme" Bürger nicht ,wie immer, dumm bleibt bzw gehalten wird ? !!!!
09:45
Unheimlich die meisten Kommentare hier. Aber wenigstens stimmen wohl die Angaben zur lesekompetenz in NRW ;)
09:16
Egal ob verzockt, Atomausstieg oder sonst irgend etwas, wir brauchen Strom, ob Bahnstrom oder sonstigen, sonst läuft nichts mehr. Wenn in unserem Industrieland wir nur noch Hürden per Gesetz und Gerichte aufbauen, muss es erst mal richtig knallen.
Mal Tagelang im Winter keinen Strom weil wichtige Kw-Blöcke und Leitungen unwiderruflich ausgefallen sind Dann werden auch die wach die immer mehr "Schutz" fordern. Wer glaubt Solar würde helfen, das Geld ist mehr als verbrannt. Ausser Spesen ist nichts dran an dem Konzept. Windkraft, selbst wenn wir alle Wasserflächen, jeden Bergrücken mit Windräder gestücken, der Strombedarf kann nicht gedeckt werden. Mehr wie 20 %, wenn es gut läuft auch 30% ist nicht drin. Deshalb, Sondergenehmigung ist auch nur wieder ein Stück Papier das von der Hand in den Mund ist, aber keine grundsätzliche Lösung. Wir brauchen Wärmekraftwerke noch über zig Jahrzehnte. Nur die laufen 24/7 Std.
00:53
Vielleicht mal ein paar Fakten.
Das ganze hat mit Atomausstieg sowie mit Sonnen- und Windenergie nichts zu tun.
EON hat vor 6 Jahren den Genehmigungsbehörden die Stillegung von Datteln angezeigt. Dadurch erlischt jetzt, 6 Jahre später, die Betriebsgenehmigung.
Vor 6 Jahren bestand noch weder ein Bebauungsplan noch eine Genehmigung für den Bau einer neuen Kraftwerks.
Der mittlerweile begonnene Neubau ist wegen Verstoß gegen die Landesplanung vom Gericht vorerst gestoppt worden.
Das ganze wäre nicht anders verlaufen, wenn wir keinen Atomausstieg und keine Energiewende hätten.
Letzlich hat EON sich verzockt, als sie die Stillegung von Datteln anzeigten, um eine Überprüfung der Anlage nach den aktuellen Umweltgesetzen zu verhindern, ohne dass man schon einen konkreten Plan für ein neues Kraftwerk hatte.
Jetzt kann man seinen Lieferverpflichtungen der Bahn gegenüber nicht mehr nachkommen. Aber die Prügel kriegt die Poliitk.
++
Falsch, die Politik kriegt keine Prügel, sondern weiterhin uneingeschränkte Monetäre Unterstützung, um bereits Rechtsstaatliche Urteile duch ein einfaches "scheiss was drauf" auszuhebeln. Hauptsache die Bilanzen von Grossunternehmen stimmen. Deutschland kotzt mich langsam an - Wähle wen Du willst, nur Geld regiert die Welt.
00:18
Das Kraftwerk in Dattel, welches 3/4 des gesamten Strombedarf der Deutsche Bahn produziert, ist nicht irgend ein beliebiges Kraftwerk.
Es ist nach meinem Wissen, das einzige Werk in ganz Deutschland, welches direkt die erforderliche Frequenz von 15,7 Hertz für die Bahn liefert und nicht eine Frequenz von 60 Hertz, wie der Strom für alle Haushalte ins allgmeine Stromnetz eingespeist wird...
Nein, wird sind nicht in USA, hier gibt es nur
50 Hz Wechselstrom!!!
Oh ja, mit den 60 Hz im allgemeinen Netz hab ich mich vertan. Natürlich sind es 50 Hz und 230 V die gerade aus meiner Steckdose kommen.
Aber nicht bei der Deutschen Bahn. Dort sind es 16,7 Hz
Eigentlich 16 2/3 Hz, das ist exakt ein Drittel der Netzfrequenz.