Solarenergie aus Afrika für deutsche Haushalte
16.06.2009 | 09:31 Uhr 2009-06-16T09:31:00+0200
München. Zahlreiche Konzerne wollen sich laut einem Zeitungsbericht für ein spektakuläres Vorhaben zusammenschließen: Deutsche Haushalte sollen künftig mit Solarstrom aus Afrika versorgt werden. Der Bau der Kraftwerke in den Wüsten werde rund 400 Milliarden Euro kosten.
Eine Initiative 20 großer Konzerne plant nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung», deutsche Haushalte mit Solarstrom aus Afrika zu versorgen. Wie das Blatt schreibt, wollen sich Mitte Juli die Firmen zu einem Konsortium für das spektakuläre Vorhaben zusammenschließen. Der Bau riesiger Solarkraftwerke in den Wüsten des Kontinents solle 400 Milliarden Euro kosten und in zehn Jahren den ersten Strom liefern. An die Spitze der Gruppe stellt sich dem Bericht zufolge der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück.
Teilnehmerliste noch unter Verschluss
«Wir wollen eine Initiative gründen, um in den nächsten zwei bis drei Jahren konkrete Umsetzungspläne auf den Tisch zu legen», sagte der Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek der «SZ» zufolge. Bereits am 13. Juli würden die Firmen zur konstituierenden Sitzung in München zusammenkommen. Noch halte der Konzern die Teilnehmerliste unter Verschluss. Wie das Blatt weiter schreibt, wollen der Gruppe der Kraftwerksbauer Siemens, der Energieversorger RWE und die Deutsche Bank angehören. Auch Bundesministerien und der Club of Rome sollen demnach bei der Gründung mit am Tisch sitzen.
Das Projekt gilt dem Bericht zufolge als eine der größten privaten Ökostrom-Initiativen aller Zeiten. Trotz Wirtschaftskrise will das Konsortium damit den Kampf gegen den Klimawandel vorantreiben und sich an die Spitze der grünen Technologie weltweit stellen.
Bau großer Solarkraftwerke denkbar
Der Zusammenschluss führender Wissenschaftler, Politiker und Manager verfolgt laut «SZ» die Idee afrikanischen Solarstroms schon seit Jahren. Bislang aber ließ sich kein Großprojekt in Afrika realisieren. Mittelfristig sollen auch europäische und nordafrikanische Partner für das ehrgeizige Projekt gewonnen werden. «Bei Italien und Spanien sind wir sehr optimistisch, auch aus Nordafrika bekommen wir viele positive Signale, sagte Jeworrek weiter. Skeptisch sehe man eine mögliche Beteiligung Frankreichs. «Die Franzosen setzen noch immer stark auf Atomenergie.»
Mit dem Milliardenprojekt wollen die Unterzeichner das Energiepotenzial in den Wüsten südlich des Mittelmeeres erschließen. Denkbar seien Solarkraftwerke an mehreren Standorten in Nordafrika, erklärt Jeworrek. «Technisch ist das Projekt realisierbar», sagt Jeworrek. In der kalifornischen Mojave-Wüste und in Spanien gibt es erste Anlagen. Über Spiegel bündeln die Kraftwerke Sonnenlicht, erhitzen Spezialöl und wandeln dessen Wärme in Wasserdampf für den Antrieb von Turbinen um. Damit unterscheiden sie sich von Photovoltaik-Anlagen, die Strom direkt produzieren. Das energiepolitische Ziel des Konsortiums ist hoch gesteckt. Etwa 15 Prozent der europäischen Stromversorgung ließen sich beim geplanten Investitionsvolumen decken, schätzt Jeworrek. (ap)

22:58
Die Strombrücke Afrika-Europa wird durch den AlpenKanalTunnel nach Österreich und Deutschland verlaufen. Deshalb wäre es höchste Zeit, die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria in Angriff zu nehmen.
20:35
...da braucht aber einer lange zum Lesen... !!!
11:54
@ irgendwasistimmer
Schonmal die Arbeit von Frau May durchgelesen (mein genannter Link) ???
08:32
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08:30
Moin Mine,
wenn du aber auf technischer Ebene diskutieren willst würde ich dir raten dich ein bischen schlau zu machen.
Ich kenne viele grün bewegte,alles nette Menschen, nur niemand hat auch nur im entferntesten Ahnung von Technik oder irgenteine Ausbildung in dieser Richtung.
Da wird die Energiewirtschaft durch Parteitagsbeschlüsse von Soziologen geändert.
08:22
Ja genau,
jetzt müssen wir den 90% der Weltbevölkerung den UNSER Klimaproblem am Allerwertesten vorbei geht noch UNSERE neu Religion nahe bringen.
Warten wir mal den Zeitpunkt ab an dem der Abschwung wirklich bei allen angekommen.
Dann isses vorbei Klima-Hype, dann gehts um Arbeitsplätze.
Und zwar um reelle und nicht um erträumte der Klimamodellierer.
08:21
@ irgendwasistimmer
Ne, ne, kein Linker um Gottes Willen, dafür sorgt meine Frau schon, die das Regime lange genug aushalten musste.
Sagen wir lieber, ich bin ein ökologischer Ökonom, der den nächsten Evolutionsschritt schon hinter sicht hat und gerne dabei hilft, dass andere diesen auch machen, das trifft die Sache besser.
Ich vertrete diese Idee im WAZ-Forum schon seit etwa 2 Jahren (Solarstrom aus Nordafrika per HGÜ-Technik nach Europa übertragen), scheint auf großes Interesse gestoßen zu sein, wie man nun sieht ! Bin zwar von einigen Forumsteilnehmern (Kohle- und Öllobby wahrscheinlich) richtig auseinandergenommen worden, welchen Blödsinn ich da angeblich schreibe, aber zum Glück werden die Entscheidungen woanders getroffen.
07:59
@24
war das schon mal anders, wir Begründen doch unseren Reichtum auf die Ausbeutung der schwachen...
07:42
Man,
da verbrennen die Nordafrikaner einfach ihr Öl und Gas und machen damit UNSER Klima kaputt.
Da muss natürlich der grosse weisse Man aus dem Norden kommen den Afrikanern SEINE Technologie verkaufen und WIR verdienen dann daran....
Gehts noch????
04:48
Nur mal zum Nachdenken. Es gibt in diesem Sonnengürtel auch einen riesigen
lokalen Eigenbedarf. Millionenstädte, Kairo zum Beispiel. Da ist es doch naheliegend, daß man das Geschenk der Sonne auch selbst nutzen will und kann.
Dämlich, dort immer noch mit fossilen Energieträgern Strom zu erzeugen. Öl und Gas kann man besser exportieren. Meerwasserentsalzung, ein riesiger Bedarf.
Also auch ein Binnenmarkt mit großen Chancen. Wir können ihnen das liefern und
installieren. Arbeitsplätze hier wie dort! Auf diesen inneren Bedarf kommt der europäische hinzu. Geld, was eben nicht in Derivate verschwindet, sondern im Vergleich einen grandiosen Nutzen herstellt. Packt das endlich an !
Oberste Bedenkenträger, ja die gibt es überall. Nur, die haben noch nie was zum
Fortschritt beigetragen.