Sind die rot-grünen Pläne gegen Flächenfraß ein Jobkiller?

Landschaft contra Arbeitsplätze: Blick auf ein Kieswerk am Niederrhein.
Landschaft contra Arbeitsplätze: Blick auf ein Kieswerk am Niederrhein.
Foto: Erwin Pottgiesser, WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
DGB-Chef Meyer-Lauber glaubt, dass allein bei Kies- und Zementwerken über 1000 Stellen bedroht sind - weil sie nicht weiter wachsen dürften.

Düsseldorf.. DGB-Landeschef Andreas Meyer-Lauber hat die rot-grüne Landesregierung vor „zu starren Zielvorgaben“ im neuen Landesentwicklungsplan gewarnt. Die Gewerkschaften würden die Klimaschutzziele unterstützen und wollten den künftigen Kurs nicht allein den Märkten überlassen, betonte Meyer-Lauber in einer Stellungnahme für den Landtag. Beim richtigen Ziel der Senkung des Flächenverbrauchs „langfristig auf Netto Null“ dürften die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung neuer Stellen aber nicht blockiert werden.

Die von der Landesregierung eingesetzte „Clearingstelle Mittelstand“ hatte zuvor „deutliche Defizite“ für den Mittelstand im Entwurf der Landesregierung zum neuen Landesentwicklungsplan für die nächsten 15 Jahre festgestellt. Wirtschaft und Kommunen kritisierten eine starke grüne Handschrift in dem Papier und verlangten eine Gleichwertigkeit von Ökologie und Ökonomie.

Der DGB fürchtet, dass allein die geplanten „Tabugebiete“ für die Rohstoffgewinnung (Kies- und Zementwerke) mehr als 1000 Jobs kosten würden. Zudem verlangte der DGB, dass neue Gewerbeflächen entwickelt werden können.

CDU-Wirtschaftsexperte Hendrik Wüst warnte vor einer Benachteiligung des ländlichen Raumes. So wehrten sich die Kommunen massiv gegen Pläne, Ortschaften mit weniger als 2000 Einwohnern durch Beschränkungen in ihrer künftigen Entwicklung zu beeinträchtigen.