Siemens gibt Geschäft mit Stromtankstellen auf

Der Siemens-Konzern zieht sich aus dem Geschäft mit Stromtankstellen zurück.
Der Siemens-Konzern zieht sich aus dem Geschäft mit Stromtankstellen zurück.
Foto: Archiv/Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Elektroautos sind die Zukunft der Mobilität. So verkündet es die Bundesregierung. Doch der Siemens-Konzern vertraut jetzt laut einem Medienbericht nicht mehr darauf, dass sich das Geschäft mit Strom und Stromtankstellen noch lohnt.

München.. Eine Million Elektroautos will der Bund bis zum Jahr 2020 auf deutschen Straßen sehen. So war es bereits 2009 als Ziel verkündet worden. Doch die Entwicklung ist schleppend - so schleppend, das der Siemens-Konzern jetzt sein Engagement in punkto E-Autos kräftig eindampft.

Siemens gibt sein Geschäft mit Tankstellen für Elektroautos auf. "Wir steigen aus diesem Geschäft aus, das stimmt, weil sich der Markt langsamer entwickelt als ursprünglich erwartet", bestätigte eine Sprecherin am Dienstag einen Bericht der "Welt". "Wir suchen zusammen mit dem Betriebsrat intern eine Lösung für die Mitarbeiter des Geschäftsfelds." Angaben zur Zahl der Betroffenen machte sie nicht.

Siemens hatte Elektro-Mobilität unter dem früheren Chef Peter Löscher zwar groß als Zukunftsthema propagiert, war aber nur zögerlich auf den nach wie vor kleinen Markt für E-Autotechnik vorgedrungen. Als Auto-Partner hatten die Münchner lediglich die schwedisch-chinesische Volvo gewonnen. (rtr/WE)