Schlichter im Konflikt zwischen Verdi und
18.02.2010 | 15:13 Uhr 2010-02-18T15:13:00+0100
Bonn.Die Verhandlungen zwischen Verdi und T-Systems, der Großkundensparte der Telekom, sind gescheitert. Deswegen soll nun Henning Voscherau, ehemaliger Bürgermeister von Hamburg, als Schlichter Bewegung in den Tarifpoker bringen.
Im Tarifkonflikt bei T-Systems, der Großkundensparte der Deutschen Telekom, hat die Gewerkschaft Verdi die Verhandlungen endgültig für gescheitert erklärt. Wie Lothar Schröder, Mitglied im Bundesvorstand von Verdi und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires sagte, wird nun die Schlichtung angerufen.
Schlichter werde der frühere Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau sein.Die Deutsche Telekom begrüßte in einer Stellungnahme die Entscheidung der Gewerkschaft, die Schlichtung einzuschalten.Von den Tarifverhandlungen bei T-Systems sind laut dem Bonner DAX-Konzern etwa 22.000 Mitarbeiter betroffen. Die Gespräche haben im Januar begonnen. Am Dienstag hatte der Konzern erstmals ein konkretes Angebot vorgelegt, welches eine Entgelterhöhung von 1,5 Prozent jeweils für 2010 und 2011 vorsieht und daneben eine Aufstockung um weitere 0,4 Prozent im kommenden Jahr beinhaltet, falls T-Systems seine Ziele 2010 erreichen sollte.
„Nicht hinnehmbare Zumutung für das Personal“
Verdi ist hingegen mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Verhandlungen gegangen. Schröder, der das Angebot des Unternehmens in dieser Woche als „nicht hinnehmbare Zumutung für das Personal“ bezeichnet hatte, sagte am Donnerstag, man habe von der Telekom teilweise „sehr unredliche“ Argumentationslinien gehört. Die Offerte sei „meilenweit“ von den Möglichkeiten der T-Systems entfernt.(ddp)

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