Schlecker verbucht drastischen Umsatzeinbruch
10.08.2009 | 07:14 Uhr 2009-08-10T07:14:00+0200Düsseldorf. Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker hat offenbar einen derben Umsatz- und Gewinnverlust erlitten. Nach einem Medienbericht büßte Schlecker seit 2005 über eine Millarde Euro Umsatz ein und rutschte beim Ergebnis ins Minus. Auch im Preiskampf scheint Schlecker Verlierer zu sein.
Bei der Drogeriemarktkette Schlecker brechen einem Medienbericht zufolge Umsatz und Gewinn ein. Nach Berechnungen des Marktforschers Nielsen Trade Dimensions büßten die Filialen des Branchenprimus in Deutschland seit 2005 über eine Milliarde Euro Umsatz ein, wie die «Wirtschaftswoche» am Samstag vorab berichtete. Nach 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2005 habe Schlecker 2008 ohne den Zukauf von Ihr Platz nur noch 4,2 Milliarden Euro umgesetzt, ein Rückgang von rund 20 Prozent.
Vertrauliche Zahlen aus dem Konzern, die dem Magazin vorlägen, wiesen zudem einen Ergebniseinbruch aus. Danach hätten die Schlecker-Filialen 2007 mehr als 30 Millionen Euro Verlust geschrieben. 2008 dürfte das operative Ergebnis noch stärker abgerutscht sein. Im Jahr 2000 erwirtschaftete Schlecker laut der internen Aufstellung noch 118 Millionen Euro Gewinn. Das Unternehmen wollte die Geschäftsentwicklung gegenüber der Zeitschrift nicht kommentieren.
Weiterer Ärger droht Schlecker dem Bericht zufolge seitens der Gewerkschaft Verdi, die mit Streiks droht. Wegen zahlreicher Überfälle fordert die Gewerkschaft einen Sicherheitstarifvertrag, der die Ausstattung der Filialen mit speziellen Tresoren, eine Zweierbesetzung und die Geldabholung durch externe Unternehmen vorschreibt. «Andernfalls gibt's Ärger, notfalls auch Streik», sagte der für Schlecker zuständige ver.di-Vertreter Achim Neumann.
Eine bundesweite Analyse des Berliner Beratungsunternehmens GKL Marketing Marktforschung ergab dem Bericht zufolge, dass Schlecker inzwischen der mit Abstand teuerste Anbieter ist. Gemessen an einem Warenkorb mit über 2000 typischen Drogerieartikeln seien die Preise bei dem Wettbewerber dm im Schnitt 11,1 bis 14 Prozent günstiger. Rossmann sei zwischen 5,9 und 13,1 Prozent preiswerter, und die süddeutsche Kette Müller sei 9,5 Prozent günstiger. (ddp)

06:12
Wenn man so blöd ist und seine Marktposition wegen Machtgier und Schikanen gegen seine Mitarbeiter riskiert, dann freut man sich über diesen Einbruch.
15:57
Schlecker handelt unsozial, darum kaufe ich dort nichts.
15:51
@22 Klar Oel ist so billig wie 1950. So ein Quatsch.
15:50
Die Gewerkschaft sind die Totengräber der Arbeitsplätze in Deutschland.
12:44
Höre gerade im Radio.....Preise sinken weiter für Lebensmittel.....ALDI verzeichnet Umsatzrückgang ( was ich nicht glauben kann) aber die Deflation kommt so langsam in die Gänge.....Rohstoffe für Lebensmittel verzeichnen weltweit Preisverfall!
12:41
die erste gute Nachricht heute, hoffentlich geht der Umsatz noch weiter zurück.......
12:14
Schlecker verbucht drastischen Umsatzeinbruch
Eine gute Nachricht, denn wer sein Personal wie Dreck behandelt, hat Gewinne nicht verdient!
12:03
Die haben doch damit zu tun ihre Mitarbeiter zu kündigen, also spart man sich den einkauf dort um zu zeigen so geht es nicht! Abzocker haben wir schon genug in Deutschland, man sollte diese alle systematisch vernichten!
20:33
Tja, da muss Herr Schlecker mal ein wenig kürzer treten. Da muß dann mal der Schampus und Kaviar zu Frühstück mal eben jeden 2. Tag ausfallen...
Oder er beantragt bei der Bundesmerkelin viele, viele 1€-Jobber für seine ARME Firma...
13:32
Schlecker sollte dicht machen! Wer Schlecker noch lobt, ist nicht ganz dicht! Schlecker ist ein Verbr*cher!