Schäuble geißelt Raffgier bei Banken trotz Finanzkrise
23.11.2009 | 07:08 Uhr 2009-11-23T07:08:00+0100Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht trotz Finanzkrise die Raffgier im Bankensektor wieder auf dem Vormarsch. Viele hätten den Unterschied zwischen einem gesunden Egoismus und Gier nicht verstanden. Er forderte die Banken auf, staatliche Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht trotz Finanzkrise die Raffgier im Bankensektor wieder auf dem Vormarsch. Schäuble sagte der Zeitung «Bild am Sonntag»: «Nicht alle haben begriffen, was da schiefgelaufen ist und dass man so nicht weitermachen kann. Da haben viele den Unterschied zwischen einem gesunden Egoismus und Gier nicht verstanden. Diese Raffgier zerstört alles, und mich stimmt sehr nachdenklich, dass sie schon wieder um sich greift.» Der CDU-Politiker fügte hinzu: «Für Banker oder Manager, die rumjammern, weil sie nur vier statt fünf Millionen Euro verdienen, fehlt mir jegliches Verständnis.»
Zugleich ermahnte Schäuble die Eliten zu Zurückhaltung: «Die Erfolgreichen haben auch eine besondere Verantwortung den Nicht-so-Erfolgreichen gegenüber: Sie müssen vermitteln, dass dieses System fair und gerecht ist. Und dafür braucht es ein gewisses Maß an Zurückhaltung. Damit unsere Gesellschaft zusammenhält, müssen »die da oben« auch Verständnis für »die da unten« haben. Das Gefühl, dass es in der Welt gerecht zugeht, darf nicht immer schwächer werden.»
Die Finanzkrise und die Automobilindustrie
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Zum Einwand, dass die Banken mit den höchsten Bonuszahlungen die geringsten Probleme hätten, weil sie die besten Leute beschäftigten, sagte Schäuble: «Das ist objektiv richtig, und das ist auch bei Zeitungen oder Sportvereinen nicht anders. Wer Erfolg hat, kann seine Leute gut bezahlen und umgekehrt. Das ist das Prinzip unseres marktwirtschaftlichen Systems.»
Appell an GM, Sanierungspläne vorzulegen
Unmittelbar vor dem Opel-Gipfel in Brüssel hat Schäuble an den Mutterkonzern General Motors (GM) appelliert, seine Sanierungspläne vorzulegen. Der Konzern müsse nun Klarheit schaffen, wie er seiner unternehmerischen Verantwortung gerecht werden wolle, sagte Schäuble der «Bild am Sonntag». Aus Detroit sei in diesen Tagen zu hören, GM brauche kein Staatsgeld für Opel. «Da sage ich nur: Umso besser!"
Schäuble hob die Verantwortung des US-Konzerns für die Beschäftigten, für die betroffenen Regionen und für das ganze Land hervor. Da seien noch viele Fragen offen. «Fest steht: Unternehmen sind keine Veranstaltungen zur kurzfristigen Gewinnmaximierung», sagte Schäuble dem Blatt. In Brüssel werden am Montag Vertreter der EU-Staaten über die Zukunft der europäischen Opel-Standorte beraten. Berichten zufolge haben einige Länder als Gegenleistung zur Arbeitsplatzerhaltung bereits staatliche Hilfen in Aussicht bestellt. (ddp/afp)

12:14
Wieso sollten die Banken nicht so weitermachen können?
Gerade dazu haben doch die Regierungsparteien in Europa 3 000 Milliarden in die Banklen verpresst.
In Deutschland werden dazu doch extra Tupper-Parties in Kanzlerämtern abgehalten.
Dazu halten sich die Banken doch
FDP und CDU /CSU.
08:10
Hat der Ackermann das in Auftrag gegeben, mir Sicherheit sonst würde der Mann mit dem Koffer und dem schlechten Gedächtnis sich nicht so weit aus dem Rollstuhl lehnen
08:09
Die Heuchler wollen dem Wahlvieh mal wieder Sand in die Augen streuen!
07:46
Er ist doch genauso raffgierig. Was für eine Heuchelei bei den Politikern.
Die Manager, Bänker, Politiker und Co. haben nichts gelernt.
23:07
Vielleicht sollte er die Banker mal wieder nach Berlin einladen und bei einem Gläschen Moet denen die Leviten lesen.
22:28
Die Banken müßten alle auf eine vernünftige Größe zusammengestutzt werden, so daß eine Insolvenz nicht das gesamte System zum Einsturz bringt.
Auch wenn Ackermann und Co dann schreien !!!
Der Staat und damit wir alle dürfen nicht noch einmal für diese Leute haften.
Nach dem Debakel wieder kurzfristige Boni fordern, ist ein Skandal und zeigt, daß diese Leute wohl nichts gelernt haben.
21:35
ach Gott, da wird das Champus saufenden Banksterpack aber richtig zittern im Casino Reloaded...Solange die neoliberalen Extremisten von der FDP in der Regierung sind, wird nix passieren, das Banksterpack darf weiter zocken, kann ja nix passieren. Zur Not wird wieder ein Rettungsschirm in Milliardenhöhe präsentiert...Der dumme deutsche Michel zahlt ja gerne für das Banksterpack.
20:46
Schäuble geißelt Raffgier bei Banken trotz Finanzkrise. Oha das war aber bestimmt nicht mit der FDP so abgestimmt, da wird er aber schnell zurück rudern müssen!
18:33
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht trotz Finanzkrise die Raffgier im Vormarsch - und fordert den Bankensektor gleichzeitig auf, staatliche Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen....
Was ist denn das für eine Aussage ??
Schäuble geisselt zwar die Unternehmenspolitik der Banken, aber dies ohne jedwede Konsequenzen für die betroffenen Unternehmen.
Heisst: Mehr als ein Appell ist es nicht - und wenn die Banken ihre Geschäftspraxis weiterführen (mit
der Gefahr einer weiteren platzenden Firnanzblase) folgt der weitere Appel, doch staatliche Hilfsangebote anzunehmen ???
Welche - Tabletten nimmt Herr Schäuble ???
17:09
Geißeln nützt nichts. Die Banken und Banker sind in ihrer Gier nicht zu bremsen. Eine Lösung weiss ich auch nicht, aber man sollte als Kunde mehr Rechte erhalten und Bankmanager sollten im Falle eines Crash hinter Gittern verschwinden und das Vermögen eingezogen werden.