RWI erwartet noch stärkeren Wirtschaftseinbruch
23.06.2009 | 11:11 Uhr 2009-06-23T11:11:00+0200Essen. Einen noch stärkeren Einbruch der Wirtschaft in Deutschland erwartet das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Wesentlicher Grund für die deutliche Absenkung der Prognose sei die Schärfe des Wachstumseinbruchs im ersten Quartal.
Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat seine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland erneut deutlich abgesenkt. Statt eines Rückgangs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,3 Prozent werde nun für dieses Jahr mit einer Verringerung um 6,4 Prozent gerechnet, wie die Forscher am Dienstag in Essen mitteilten. Für 2010 werde mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent gerechnet.
Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr einen BIP-Rückgang von 6,0 Prozent und im kommenden Jahr ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Dies entspricht auch der Einschätzung der meisten Forschungsinstitute und Institutionen. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung noch um 1,3 Prozent gewachsen, 2007 sogar um 2,5 Prozent.
Abwärtsbewegung scheint gebremst
Wesentlicher Grund für die deutliche Absenkung der Prognose sei die Schärfe des Wachstumseinbruchs im ersten Quartal, teilte das RWI weiter mit. Allerdings scheine die Abwärtsbewegung inzwischen gebremst. Einige Indikatoren deuteten sogar auf eine Bodenbildung hin. Zudem hätten sich die Erwartungen aufgehellt. Anzeichen für einen beginnenden kräftigen Aufschwung gebe es allerdings nicht.
Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Einschätzung der RWI-Forscher in diesem Jahr bei durchschnittlich 3,5 Millionen und 2010 bei 4,3 Millionen liegen. Dies entspricht einer Quote von 8,1 beziehungsweise 10,0 Prozent. Ende 2010 dürfte die Zahl sogar bis auf 4,6 Millionen ansteigen.
Zudem werde sich die Finanzlage des Staates «erheblich verschlechtern». Dies sei zum einen rezessionsbedingten Einbußen beim Steuer- und Beitragsaufkommen sowie deutlich höheren arbeitsmarktbedingten Ausgaben geschuldet. Zum anderen führten die Konjunkturprogramme und die Umsetzung von zwei Urteilen des Bundesverfassungsgerichts zu erheblichen Haushaltsbelastungen. In Relation zum nominalen BIP dürfte das gesamtstaatliche Budgetdefizit in diesem Jahr auf 3,9 und 2010 auf 6,2 Prozent hochschnellen. (ddp)

16:09
@ kuba
Die Zahlen in diesem Bericht beziehen sich auf den erwarteten Jahresdurchschnitt. Solange sich die Wirtschaft am Boden befindet wird der Jahresschnitt Monat für Monat schlechter. Kommt ihr mit ihr Jammerlappen?
Der Bericht spricht weiterhin von Bodenbildung und aufgehellten Erwartungen. Nichts anderes hat den IFO Index des Herrn Sinn so positiv ausschlagen lassen der aktuelle Stand war bei Ihm auch schlecht.
Die Berichte decken sich also 1:1. Aber wenn man ein Jammerlappen ist und links verblendet schreibt man lieber mal schnell seine Dumpfbackenpamphlete.
15:30
Alles bleibt besser.
13:16
Hier wird von der Industrielobby mal wieder alles kaputt geredet, damit man die Arbeitnemer noch mehr ausquetschen kann. Pfui. Wenn wir eine Bruttosozial-Produkt von 2005 haben, ist das doch ordentlich bei schrumpfender Bevölkerung. Auch 95 % müssen erledigt werden. Daran muss sich Deutschland gewöhnen. Es wird kein grenzenloses Wachstum mehr geben. Jedoch könnten Millionen Arbeitsplätze im sozialen Bereich geschaffen werden und wir wären unabhängiger vom Export. Leider hat die jahrelange Politik die Inlandsnachfrage sträflich vernachlässigt. Nach Besserung sieht es nicht aus.
12:49
Klar geht es noch ein wenig weiter abwärts - es haben sich ja noch nicht alle gesundgestoßen. Personal entlassen, Lieferanten in die Zange nehmen. Kosten optimieren, die nächsten Jahresabschlüsse werden´s ausweisen.
12:29
Geile Propheten, nutzen die Zahlen des ersten Quartals für eine Voraussage des dritten Quartals - und was ist mit zweitem ? Davon mal ab - wer braucht Prognosen ? Wir werden doch erleben was passiert - da braucht man keine Experten für, die anschließend wieso wieder nur überrascht konstanieren, das sie Recht hatten...oder auch nicht ;-)
12:22
wie was wo? Hat nicht erst gestern der Prof. Unsinn den neoliberalen Aufschwung verkündet? Und heute meldet ein anderes Institut wieder Krise? Deutschland, deine Wirtschaftsforscher. Genauso unfähig wie deine Politiker. Die Wahrheit ist: Wir stehen noch am Anfang der Krise. In den nächsten Monaten wird es noch dramatischer.
12:01
@ 1soll Industrie selbst heissen.
12:00
gestern durfte das IfO -Institut vom Prof. Unsinn für leichte Stimmung sorgen und heute kommt vom RWI die Tatarenmeldung ,die wahrscheinlich das künftige Szenario realistischer beschreibt.
Insbesondere die Finanzlage des Staates ist hier realistisch beschrieben.
Denn nochmal ,die flächendeckenden Kurzarbeiter in der Export-Industrie u. die Industruie selbst fallen als Steuerzahler aus.