RWE sieht Pläne wegen Atomsteuer gefährdet
12.08.2010 | 10:44 Uhr 2010-08-12T10:44:00+0200
Essen.Der Energieriese RWE sieht wegen den Atomkraft-Steuerplänen Investitionen und Dividende gefährdet.
Der Atomkraftwerksbetreiber RWE sieht wegen der geplanten Brennelementesteuer seine mittelfristigen Gewinnziele in Gefahr. Eine solche Steuer würde die Ertragskraft des Energiekonzerns erheblich schmälern, erklärte Vorstandschef Jürgen Großmann am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Die Prognose für das laufende Jahr hielt er aufrecht.
Von Januar bis Ende Juni steigerteder zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE seine Erlöse um 12,2 Prozent auf 27,4 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn kletterte im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 21,4 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro. Damit übertraf der Versorger die Markterwartungen leicht: Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 26,072 Milliarden gerechnet und das Betriebsergebnis auf 4,571 Milliarden Euro taxiert.
Bundesregierung plant Steuer auf Brennelemente
Die Bundesregierung will von den Atomkraftwerks-Betreibern - Eon, RWE, EnBW und Vattenfall - eine Brennelementesteuer kassieren, die von 2011 bis 2014 jährlich 2,3 Milliarden Euro in die klamme Bundeskasse spülen soll. Das betriebliche Ergebnis von RWE werde dadurch um etwa eine Milliarde Euro beziehungsweise 14 Prozent belastet, erklärte das Unternehmen.
Konkurrent Eon hatte am Mittwoch seine jährliche Belastung auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro beziffert. RWE betonte wie Eon, dass die Steuer Investitionen gefährde.
RWE: Atomsteuer gefährdet Gewinnziele
Vor diese Hintergrund müsse der Konzern seine mittelfristigen Ziele überprüfen, teilte RWE mit. Der Energieversorger hatte im Februar erklärt, dass sich die Dividende in einer Spanne von 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Nettoergebnisses bewegen und bis einschließlich 2013 im jeweiligen Vorjahresvergleich mindestens stabil bleiben solle. Zudem hatte der Versorger eine jährliche Steigerung des betrieblichen Ergebnisses am unteren Ende einer Spanne von fünf bis zehn Prozent in Aussicht gestellt. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis sollte jährlich im Durchschnitt um fünf Prozent steigen.
Für 2010 bekräftigte RWE, das betriebliche Ergebnis und das nachhaltigen Nettoergebnis um fünf Prozent anheben zu wollen. (rtr)

00:29
Warum die ATOMSTROM-Monopolisten nicht dazu zwingen eine Haftpflicht-Versicherung abschliessen zu müssen für den Fall eines Supergaus.
Jedes Unternehmen muss solche Versicherungen für seinen Betreib abschliessen..
Dann währe nämlich Schluss mit dem Gejammere.
Dann müssten die nämlich sofort ihre Meiler dicht machen.
Denn eine Haftpflicht-Versicherung für diese Art der Stromerzeugung währe überhaupt nicht zu bezahlen.
14:08
#7
E.ON und Vattenfall haben ihre Stromnetze schon verkauft, der Preis ist durch eine Bundesbehörde reguliert.
13:52
Wie dreist, wenn unsere Regierung nicht so unfähig wäre, gebe es die Diskussion gar nicht, weil gar kein Atomreaktor mehr betrieben werden würde!
Aber das ist echt meckern auf hohen Niveau, erst uns mit alten Reaktoren verstrahlen und dann noch heulen die Steuern dafür wären zu hoch??
Zeit für ein Stromwechsel, da zahl ich echt lieber mehr, aber weiß das das Geld nicht zu diesen Ar...geigen geht!
13:17
Die Argumentationskette der Profit orientierten Atommafia kann nur eine Reaktion zur Folge haben: Wechsel zum Ökostromanbieter!
13:12
bei den monopolisten hilft doch nur noch eine gesetzliche stromkostenregulierung.
ist leider heutzutage nicht mehr durchzusetzten.
der staat sollte die ganzen stromleitungen übernehmen sowie die telefonleitungen.
dann muss jedes unternehmen netznutzungsgebühren bezahlen und dann kann es vielleicht auch konkurenz geben bei strom wie telefon
12:42
Kann ich gut verstehen...müssen die Preise doch noch höher werden damit der Gewinn gesteigert wird...äh ist es nicht der Steuerzahler der die Folgekosten der Atomwirtschaft träg....Asse und so weiter....und wer hat die Entwicklung und den Bau der AKW bezahlt...nicht die EVUs....da könnten unsere ach so schlauen Politiker den Laden gleich wieder in staatliche Hand bringen!
12:31
Das ist ja lustig, liebe RWE!
Nach geltender Vereinbarung sollten die AKW bald abgeschaltet werden und Sie würden gar nichts mehr daran verdienen!
Nun will Ihre Regierung die Laufzeiten verlängern, damit Sie mehr Geld verdienen können, und will einen kleinen Teil davon abhaben. Da schreien Sie laut auf und sagen: Nein, ich will alles haben!
Ist das nicht ein bisschen dreist? Oder haben die Analysten die kostenlose Laufzeitverlängerung im Aktienkurs schon eingepreist?
12:12
ine Brennelementsteuer wäre gerecht, weil sie einen Wettbewerbsnachteil ausgleicht, der für den Betrieb von Gas- und Kohlekraftwerke durch die Pflicht zum Kauf von Verschmutzungsrechten entsteht. So haben die kommunalen Stadtwerke im Vertrauen auf die bestehende Rechtslage (Ausstieg aus der Kernenergienutzung) in Gas- und Kohlekraftwerke investiert und es entstehen ihnen jetzt durch die Laufzeitverlängerung der Atommeiler Rentabilitätsprobleme.
12:03
Ist schon schlimm wenn man um seine Lizenz zum Gelddrucken fürchten muß ...
11:19
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Atomsteuer zur Finanzierung der Löcher aus der Bankenrettung - ein interessanter Ansatz der Politik.
Ist fast genauso dumm wie damals höhere Benzinpreise für die Rente...
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