Russland rutscht runter

Essen..  Wichtigstes NRW-Exportland bleiben auch in 2014 die Niederlande (2013: 19,5 Milliarden Euro), gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Insgesamt gehen fast zwei Drittel aller NRW-Exporte in die EU. Russland rutscht 2014 vom zehnten auf den 13. Rang ab – eine Folge der gegen das Land verhängten Wirtschaftsanktionen und der schon länger anhaltenden Rubel-Schwäche. Deutlich erfolgreicher ist die NRW-Wirtschaft in den USA und in China. Vom geplanten Freihandelsabkommen mit den USA erhofft sich die NRW-Wirtschaft einen weiteren Schub. Traditionell außenhandelsstark ist die NRW-Industrie. Die Exportquote lag 2013 bei 44 Prozent, beim Maschinenbau sogar knapp unter 63 Prozent. Für 2014 wird mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet.

Ein Sonderfall ist die Rüstungsindustrie. Die Düsseldorfer Rheinmetall AG zählt mit ihrer Wehrtechnik-Sparte zu den Branchenriesen. Der Exportanteil im Defense-Bereich des Unternehmens hat sich – allen Rüstungsexportbeschränkungen zum Trotz – innerhalb der letzten 14 Jahre von 39 auf 68 Prozent erhöht. 2014 stoppte die Bundesregierung die Auslieferung eines Gefechtsübungszentrums an Russland. Rheinmetall kappte daraufhin seine Gewinnprognose.