Ricke und Zumwinkel in Datenaffäre schwer belastet
17.05.2009 | 11:02 Uhr 2009-05-17T11:02:00+0200
Bonn. Die ehemalige Telekomspitze gerät weiter in Bedrängnis: Sollten Zeugenaussagen stimmen, dann haben der Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und der frühere Vorstandschef Kai-Uwe Ricke von der Datenspitzelei bereits seit Herbst 2005 gewusst.
In der Bespitzelungsaffäre bei der Telekom sind der ehemalige Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und der Ex-Vorstandsvorsitzende Kai-Uwe Ricke durch Zeugenaussagen offenbar schwer belastet worden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» unter Berufung auf die Ermittlungsakten der Bonner Staatsanwaltschaft. Demnach sollen beide bereits im Herbst 2005 gewusst haben, dass von der Telekom-Konzernsicherheit Verbindungsdaten von Mobilfunkanschlüssen gespeichert und illegal ausgewertet wurden.
Grundlage der Anschuldigungen ist dem Bericht zufolge die Aussage eines Düsseldorfer Rechtsanwalts. Dieser hatte das Unternehmen 2005 juristisch beraten, als Zumwinkel und Ricke den Aufsichtsrat Wilhelm Wegner überführen wollten, der angeblich die Presse mit internen Informationen aus dem Kontrollgremium versorgte. Dabei will der Jurist dem Bericht zufolge mit Zumwinkel und Ricke mehrfach darüber gesprochen haben, dass in diesem Zusammenhang auch Verbindungsdaten verwendet worden seien. Dabei sei möglicherweise ein Kontakt zwischen einem Journalisten und dem Telekom-Konzernbetriebsrat nachgewiesen worden.
Angeblich kein Unrechtsbewusstsein gezeigt
Weder Zumwinkel noch Ricke, heißt es laut «Spiegel» in den Ermittlungsakten, hätten in den Unterredungen mit dem Anwalt irgendein Unrechtsbewusstsein über die Daten-Erhebung gezeigt. Vielmehr sei sogar erwogen worden, den Konzernbetriebsrat mit den gespeicherten Nummern unter Druck zu setzen.
Unter Berufung auf die Vernehmung des ehemaligen Leiters der Konzernsicherheit berichtet das Magazin weiter, dass die Telekom in einem ähnlichen Fall der Lufthansa bereits fünf Jahre zuvor behilflich gewesen sei und der Fluggesellschaft Verbindungsdaten geliefert habe. Dabei sei es um den Verdacht gegangen, dass ein Aufsichtsratsmitglied Interna aus Sitzungen an einen Journalisten der «Financial Times Deutschland» weitergegeben habe. Die Lufthansa beteuert laut «Spiegel», den Fall anhand eigener Flugdaten gelöst zu haben. (ddp)

18:19
Ob die beiden schwer belastet werden oder nicht, sie werden doch nicht bestraft. Sollten sie dennoch bestraft werden, fällt die Strafe so gering aus, dass es wiederum keine Strafe für solche hinterhältigen, verlogenen Gestalten ist. Sie habe ihr Schäfchen sowieso im Trockenen und können lachen sich im stillen kaputt.
07:30
b m war 30 jahre zu früh am ball
22:15
Helmut Kohl hat man auch nicht dran bekommen..
19:24
Na ja, die Herren Ricke und Zumwinkel sind höchstwahrscheinlich für die Deutsche Justiz sehr höchstwahrscheinlich nicht greufbar
Aber war mir irgendwie schon klar. Die großen läßt man laufen. die kleinen hängt man auf...
16:06
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
16:01
Zumwinkel kommt niemals in den Knast -
zur Not hatte er einen Blackout !
15:48
#1manni
Der Steuerhinterzieher sitzt auf seiner Burg und hat schon längst dei Zugbrücke hochgedreht. Mit anderen Worten es geht ihm km-weit am
***** vorbei.
13:14
@ Manni #1;
und die wirtschaft hofft (angeblich) auf ein comeback der fdp ...
kein wunder, dass die wieder mitspielen soll, denn mit vorbestraften wg. steuerhinterziehung, beziehungsweise der beihilfe zur steuerhinterziehung, kennen sich die leutchen dieser vereinigung, ja bestens aus ...
(vgl. flick.affäre -> otto graf lambsdorf)
12:54
Deutschland wird scheinbar von Banditen gemanagt und regiert. Ich könnte kotzen!
12:07
Na hoffentlich wird der auf Bewährung verurteilte Steuerhinterzieher für diese Sache nun noch mal vor Gericht geführt und hoffentlich kommt er danach dort hin, wo er hingehört, nämlich in den Knast.