Retro-Edition: Das alte Kinderschokolade-Gesicht ist zurück

Comeback auf der Kinderschokolade: Auf der Retro-Edition, die Ferrero jetzt auf den Markt gebracht hat, ist wieder das Gesicht von Günter Euringer (rechts) zu sehen.
Comeback auf der Kinderschokolade: Auf der Retro-Edition, die Ferrero jetzt auf den Markt gebracht hat, ist wieder das Gesicht von Günter Euringer (rechts) zu sehen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Als Ferrero vor zehn Jahren das Kinderschokolade-Gesicht austauschte, ging ein Aufschrei durch Deutschland. Jetzt ist das alte Bild offenbar zurück.

Frankfurt.. Günter Euringer ist zurück. Über 30 Jahre lang war sein Gesicht auf jeder Tafel Kinderschokolade zu sehen. Bis Hersteller Ferrero 2005 eine Veränderung für nötig hielt, sein Konterfei gegen ein anderes austauschte und damit einen Proteststurm lostrat.

Jetzt hat Ferrero offenbar eine "Retro-Edition" auf den Markt gebracht, auf der wieder das altbekannte Gesicht zu sehen ist. Die Facebook-Seite "Neu im Laden" zeigt ein Foto der Schokolade, die angeblich schon in einigen Supermarkt-Regalen steht. Die Ferrero-Pressestelle war am Freitagnachmittag nicht zu erreichen.

300 Mark für das Kinderschokolade-Model

Lukrativ dürfte diese Neuauflage allerdings höchstens für Ferrero sein. Günter Euringer erzählte vor einigen Jahren in einem Interview der Münchner "Abendzeitung", er habe 300 Mark für seinen Model-Job bekommen - und anschließend nie wieder etwas von Ferrero gehört: "Die wissen gar nicht, dass ich noch lebe."

Kindermodel Dafür hat Ferrero sein Kinderschokolade-Gesicht im Laufe der Jahre immer wieder behutsam überarbeitet. "Mein rechtes Augenlid hängt nicht mehr so sehr nach unten, mein linker Schneidezahn ist nicht mehr so schief wie früher, sagte Euringer dem SZ-Magazin.

Kinderschokolade-Model hat Buch geschrieben

Und dann ist da noch die Sache mit den Ohren: Auf dem Original-Bild waren Euringers Ohren von seinen Haaren verdeckt. Doch mit jeder Retusche wurden die Haare kürzer und irgendwann lagen die Ohren des Kinderschokoladen-Jungen frei. Wem sie gehören, ist unbekannt. "Das können unmöglich meine eigenen sein", sagt Euringer, "denn die wurden nicht fotografiert."

Er selbst hat lange Zeit verheimlicht, der Junge von der Schokoladenpackung zu sein. Bis er seine Autobiografie verfasste: "Das Kind der Schokolade".