Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Verbraucherschutz

Restaurants tischen Gästen immer wieder Fertiggerichte auf

21.05.2012 | 14:12 Uhr
Restaurants tischen Gästen immer wieder Fertiggerichte auf
Restaurantgäste können den Versprechungen der Speisekarte nicht immer trauen. Foto: thinkstock

Hamburg.   Verbraucherschützer schlagen Alarm: In Restaurants werden Gäste immer wieder getäuscht. Statt eigener Gerichte werden billige Imitate oder Fertigprodukte serviert. So kommt die Suppe „Hausmacher Art“ häufig aus der Dose oder die Erdbeertorte aus dem Tiefkühlregal.

In Restaurants werden Verbraucher immer wieder mit billigen Imitaten oder Fertigprodukten getäuscht. Die Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlichte am Montag eine Liste zum Speisekartenschummel, die häufige Beschwerden von Verbrauchern aufzeigt. Den Gästen werden demnach im Salat Schafskäseimitate oder auf dem Auflauf Käseimitate aufgetischt. Schinkenimitate finden sich immer wieder auf Pizzen oder in Nudelsaucen. Vorsicht ist auch bei der Suppe „Hausmacher Art“ geboten, die in manchen Restaurants aus der Dose kommt.

Getäuscht werden Gäste laut der Liste bisweilen auch beim Latte Macchiato, der mit normalem Kaffee statt mit Espresso zubereitet wird, oder einem Wiener Schnitzel aus Schweine- oder Putenfleisch statt aus Kalbfleisch. Schwer zu erkennen ist laut der Liste für Restaurantgäste oft, ob eine Erdbeertorte selbst gebacken ist oder es sich um eine aufgetaute Tiefkühltorte handelt.

Aktuell testete die Verbraucherzentrale gemeinsam mit der NDR-Sendung „Markt“ Spargel und Sauce Hollandaise. Das Ergebnis des Tests, über den am Montagabend im NDR-Fernsehen ein Bericht ausgestrahlt werden sollte, war zum Teil ernüchternd: Statt die Sauce Hollandaise selbst mit Butter und Eigelb zuzubereiten, wurden oft billige Imitate aus der Lebensmittelindustrie benutzt. „Der Restaurantcheck offenbart, dass Verbraucher vielerorts über den Restauranttisch gezogen werden“, erklärte Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. (afp)



Kommentare
22.05.2012
07:55
Restaurants tischen Gästen immer wieder Fertiggerichte auf
von holmark | #3

Es geht halt nichts über "solides wirtschaften" in einem gut durchgestylten Turbo-Kapitalismus.

21.05.2012
18:21
WIe hoch muss die Fertigungstiefe vor Ort sein
von meigustu | #2

damit die Warentester zufrieden sind. Darf selbst gekochtes eingefroren werden ? Ist es Betrug wenn das eingefrorene an einem anderen Ort selbst gekocht wurde ? Darf es solche Gerichte nur exclusiv in einem Haus geben ?

Da von Betrug zu reden ist doch Blödsinn. Wenn es schmeckt ist es ok. Und wenn ein Gourmet auf ein Mousse au Chocolat aus dem Grossmarkt "reinfällt", ist das dann peinlich für den Feinschmecker oder ein Kompliment an die Fabrik ?

1 Antwort
Restaurants tischen Gästen immer wieder Fertiggerichte auf
von profilohnenutzen | #2-1

"WIe hoch muss die Fertigungstiefe vor Ort sein" so hoch wie es dem Preis entspricht.

Wenn ich Fertigessen anbiete kann ich nicht den Preis verlangen der für ein frisch zubereitetes Essen entsteht. Das ist Betrug! Und man kann ja nicht von jedem Gast erwarten das sein Geschmacksorgan soweit entwickelt ist das dieser Betrug erschmeckt wird. Man muß sich auf das verlassen können was einem angeboten wird.

Außerdem besteht hier auch eine Gefahr für die Gesundheit. In diesen Produkten werden Rohstoffe verarbeitet von denen der "Gastwirt" vielleicht nicht mal was weis. Was ist wenn ein Allergiker da was isst und danach Gesundheitsprobleme bekommt?

21.05.2012
14:25
Restaurants tischen Gästen immer wieder Fertiggerichte auf
von jessiesrevenge | #1

tja wie wärs denn, wenn man endlich mal wieder sagt, das nur noch Leute mit entsprechender Ausbildung das machen dürfen??
Heutzutage darf ja jeder der genug Geld hat ein Restaurant eröffnen, das ist als wenn man in eine KFZ-Werkstatt geht und wird von 2 Frisösen bedient, die auch gleichzeitig noch das Auto reparieren. Das es da zu gravierenden Fehlern kommt ist doch klar. Man muss doch nur mal schauen, wieviel im Jahr so pleite gehen, da wird ein das ganze Elend erst bewußt. Und btte kein Hausmütterchen mehr, die meinen sie könnten kochen, weil se ne tüte aufreissen können. Einfach auf BILDUNG setzen grad mit Lebensmitteln ist nicht zu spaßen! Dann hat man vielleicht auch mal eine Chance gegen das Vorurteil anzukämpfen "Wer nix wird, wird Wirt"....

Aus dem Ressort
Thyssen-Krupp befragt weltweit 150.000 Mitarbeiter
Industrie
Um Arbeitsabläufe zu optimieren, befragt Thyssen-Krupp nun weltweit alle Mitarbeiter, davon eine fünfstellige Zahl in Duisburg. Dort hat eine frühere Befragung schon Wirkung gezeigt. Der Stahlriese ist nicht der einzige Arbeitgeber, der mit solch einen globalen Umfrage gute Erfahrungen gemacht hat.
Gewerkschaft droht mit weiteren Streiks - Alle Infos hier
Bahn-Streik
Die Lokführer-Gewerkschaft GDL verliert die Geduld: Nachdem die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Deutscher Bahn gescheitert sind, gab es einen ersten Warnstreik. Zehntausende waren betroffen. Und es wird weitere Behinderungen geben.
Gericht stoppt private Taxi-App "Uber" bundesweit
App-Verbot
Der neue Fahrdienst "Uber" bekommt Gegenwind: Das Landgericht Frankfurt hat die App per einstweiliger Verfügung bundesweit gestoppt. Zur Freude der Taxi-Unternehmer — denn sie sahen in der Vermittlung privater Fahrdienste eine starke Konkurrenz.
Millionenverluste für Stadtwerke Witten durch Kraftwerke
Stadtfinanzen
Drei Kraftwerke, an denen auch der Wittener Energieversorger beteiligt ist, machen Miese. Der Stadt gingen dadurch 2013 vier Millionen Euro verloren. Auch die Prognose für die nächsten Jahre ist eher düster, meint Kämmerer Matthias Kleinschmidt
Aufschwung stärkt den Güterverkehr in Deutschland
Verkehr
Der Konjunkturaufschwung zum Jahresbeginn hat den Gütertransport auf der Schiene in Deutschland gestärkt.
Umfrage
Wer soll Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft werden?

Wer soll Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft werden?