Rekord beim Windstrom

Hagen/Dortmund..  Der kräftige Orkan „Elon“ hat für einen neuen Windstrom-Rekord in Deutschland ­geführt: Am Freitagnachmittag seien bundesweit rund 30 700 Megawatt (MW) Windstrom ins Netz eingespeist worden – so viel wie nie zuvor, teilte der Übertragungsnetzbetreiber Tennet gestern mit. Die Windräder in Deutschland lieferten demnach so viel Strom wie 25 Atomkraftwerke.

„Der hohe Anteil an Windenergie war gut planbar“, sagt rückblickend Andreas Preuß vom für Südwestfalen und das Ruhrgebiet zuständigen Übertragungsnetzbetreiber Amprion; dementsprechend sei klar gewesen, weniger konventionellen Strom einzukaufen.

„In den Bundesländern im Norden und Osten ist am meisten Windenergie eingespeist worden, deshalb sind die Übertragungsnetzbetreiber und die Stromerzeuger an den Küsten auch am meisten betroffen“, erklärte Andreas Köster, Sprecher des regionalen Energieversorgers Enervie (Hagen). Enervie sei daher „nicht das erste Unternehmen“, dessen konventionelle Kraftwerke in solchen Situationen vom Netz genommen würden. Im Enervie-Gebiet selbst liege der Anteil an erneuerbaren Energien insgesamt bei nur rund 5 Prozent; im Bundesdurchschnitt seien es 25 Prozent.