Reform zwingt Kasse in Duisburg zum Jobabbau
25.11.2010 | 21:03 Uhr 2010-11-25T21:03:00+0100
Essen.Die Duisburger Betriebskrankenkasse Novitas BKK muss sich von jedem zehnten ihrer gut 800 Mitarbeiter trennen. Die jüngste Gesundheitsreform schreibt jeder Kasse ab 2011 vor, wie hoch ihre Verwaltungskosten sein dürfen.
Die jüngste Gesundheitsreform zwingt die Duisburger Betriebskrankenkasse Novitas BKK zum Stellenabbau. Sie muss sich von jedem zehnten ihrer gut 800 Mitarbeiter trennen. Das teilte Vorstandschef Ernst Butz in einem Brief an seine Belegschaft mit, der dieser Zeitung vorliegt. Grund: Die Regierung schreibt jeder Kasse ab 2011 vor, wie hoch ihre Verwaltungs-, also vor allem die Personalkosten sein dürfen.
Deshalb bekommen nun auch die Beschäftigten den Versichertenschwund ihrer Kasse zu spüren. Rund 20 000 der 470 000 Versicherten haben die Novitas BKK in diesem Jahr verlassen, seit sie ab Juli einen Zusatzbeitrag von acht Euro verlangt. In einem solchen Fall sinken nun auch die gesetzlich festgelegten Verwaltungskosten. Rund 80 Mitarbeiter wird das den Job kosten. Dabei planen die Duisburger, den Zusatzbeitrag 2011 wieder abzuschaffen.
Viele Kassen betroffen
Die Novitas BKK, die viele alte Kruppianer und Thyssianer im Ruhrgebiet versichert, will ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Allerdings ist die angebotene Abfindung eher mager bemessen. Derzeit nehmen 15 Kassen Zusatzbeiträge, was sie viele Mitgliederverluste gekostet hat. Auch sie geraten unter Druck, Stellen abzubauen. Der City BKK und der GBK droht sogar die Insolvenz.

20:33
@unfassbar, Beitrag 3:
Sie finden es toll, dass Leute ihren Job verlieren ? Die Sachbearbeiter sind grade diejenigen, die am allerwenigsten dafür können.
Halt ich für eine Sauerei
07:58
@Essener 1981: Wenn nicht glauben, dass ich die Wahrheit sage, warum fragen Sie mich dann überhaupt? Woher haben Sie übrigens die 3,5 Millionen?
Mit freundlichen Grüßen
Harald Stollmeier
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation
Novitas BKK
18:23
Die Novitas BKK hat nichts zu verbergen: Unsere Leistungen für unsere Versicherten sind stabil, die Finanzen in Ordnung.
Wers glaubt, warum müssen dann noch 3,5 Millionne so eingespart werden? Es sind so viele Fehler die man gemacht hat. Warum steht man nicht dazu?
15:03
Sehr geehrte Mitautorinnen und Mitautoren, Leserinnen und Leser,
einige der Autoren in diesem Forum wissen schon recht gut, warum sie im Schutz der Anonymität schreiben …
Die Novitas BKK hat nichts zu verbergen: Unsere Leistungen für unsere Versicherten sind stabil, die Finanzen in Ordnung. Wir planen sogar, den Zusatzbeitrag zum 1. Januar 2011 wieder abzuschaffen.
Unabhängig davon zwingt uns der Gesetzgeber, unsere Verwaltungskosten zu senken. Und am direktesten geht das leider durch Stellenabbau. Deshalb haben wir allen Beschäftigten das Angebot gemacht, gegen eine Abfindung auszuscheiden oder auf Dauer ihre Arbeitszeit zu reduzieren.
Dabei halten wir alle Tarifverträge ein, und selbstverständlich handelt der Vorstand in dieser Lage in enger Abstimmung mit dem Personalrat.
Die internen Kürzungen und Umstrukturierungen betreffen bei weitem nicht nur die „kleinen Leute“ – auch unsere Führungsstruktur haben wir den neuen Gegebenheiten entsprechend verschlankt.
Einige Mitautoren empfehlen uns, statt Stellenabbau doch Verschwendung und andere Missbräuche zum Beispiel bei Ärzten und Krankenhäusern zu bekämpfen. Das ist berechtigt, und wir tun das auch, obwohl es uns in diesem Fall nichts nützt: Wir müssen ja Verwaltungsausgaben senken, nicht Leistungsausgaben.
Ganz einfach ist so etwas übrigens nicht, abgesehen davon, dass die meisten Ärzte sehr anständige Leute sind, die sich für ihre Patienten einsetzen und keineswegs immer nur an Geld denken. Aber wussten Sie, dass wir zum Beispiel eine Art Strafe zahlen müssen, wenn wir eine Krankenhausrechnung geprüft haben, und sie war in Ordnung? Wenn dagegen die geprüfte Rechnung nicht in Ordnung war, muss das Krankenhaus höchstens das zuviel kassierte Geld erstatten.
Mit freundlichen Grüßen
Harald Stollmeier
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation
Novitas BKK
10:57
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09:35
Vor 14 Jahren gab es über 1 200 Krankenkassen, und der Beitragssatz lag bei 10 Prozent.
Heute gibt es noch 160 Kassen, und der Beitragssatz liegt bei 15 Prozent.
Warum glaubt Ihr eigentlich, dass der Beitragssatz wiedersinkt, wenn wir noch weniger Kassen haben?
22:46
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00:40
ach ellerw1
tja weißt du eigendlich was vom risikostrukturausgleich unter den krankenkassen????
das heißt nichts anderes das zb die tktechniker kk
im letztem jahr alleine 328 mio euro an andere krankenkassen zahlen mußte????
alles geld das die versicherten aufbringen müssen für andere kassen wie zb aok und co.
aber das wird ja leider immer unter den teppich gekehrt.
also muß zuerst der rsk abgeschafft werden.
aber da tut sich ja leider nichts.
22:47
Tja Schnapper, die Frage ist spannend, wer muss gehen?
Auch der Sohn von Butz?
22:12
manchen kann man es wohl nie recht machen!? da geht eine der sonst so gescholtenen krankenkassen mal in die offensive und kümmert sich um den nach stammtisch-lesart so aufgeblähten verwaltungsapparat un diesen zu reduzieren... ist auch nicht ok.. !? ich find die kasse geht den richtigen weg - daran sollten sich andere kassen ein beispiel nehmen.