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Potenzmittel

Viagra gewinnt Marken-Streit gegen Viaguara

25.01.2012 | 12:08 Uhr
Viagra gewinnt Marken-Streit gegen Viaguara
Viagra hat vor Gericht gegen den Hersteller von Viaguara gewonnen.

Brüssel.  Viagra muss keinen Rivalen dulden, der den Namen "Viaguara" trägt. Der Potenzmittel-Hersteller hat sich vor dem Europäischen Gerichtshof gegen einen polnischen Getränkehersteller durchgesetzt, der ein Getränk namens "Viaguara" anmelden wollte. Das sei zu ähnlich, urteilten die Richter.

Das Potenzmittel Viagra muss auf dem europäischen Markt keinen Marken-Rivalen “Viaguara” dulden. Der Viagra-Hersteller Pfizer aus den USA setzte sich erfolgreich gegen den Versuch eines polnischen Getränke-Produzenten zur Wehr, für Energy-Drinks und alkoholische Getränke unter der Bezeichnung “Viaguara” Markenschutz zu bekommen.

Der Erektionshelfer habe ältere Rechte, der polnische Nachkömmling klinge zu ähnlich und  könne  im übrigen bei den Verbrauchern illusionäre Erwartungen wecken, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

Viagra und Viaguara - Richer verweisen auf schriftbildliche Ähnlichkeit

Die Richter verwiesen auf “die schriftbildliche Ähnlichkeit” der beiden Wörter. Damit werde eine gedankliche Verbindung der Erzeugnisse nahegelegt, obwohl “die von den Zeichen angsprochenen Verkehrskreise wegen der Unterschiedlichkeit der Produkte nicht völlig deckungsgleich” seien. Außerdem drohe die Gefahr, dass die Wertschätzung der Marke Viagra in unlauterer Weise ausgenutzt werde.

Denn “auch wenn die betreffenden nichtalkoholischen Getränke tatsächlich nicht die gleichen positiven Wirkungen wie die zur Behandlung von Erektionsstörungen bestimmten Arzneimittel haben, kann der Verbraucher zu ihrem Kauf in dem Glauben neigen, in ihnen ähnliche Eigenschaften, wie die Herbeiführung einer gesteigerten Libido vorzufinden.”

Das polnische Unternehmen hatte 2005 beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) Markenschutz für “Viaguara” beantragt, war aber abgewiesen worden. Der EuGH in Luxemburg bestätigt nun diesen Entscheid.  

Knut Pries

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