Bußgeld, Punkte, Fahrverbot - damit müssen Raser beim Blitzmarathon der Polizei NRW rechnen
23.10.2012 | 13:57 Uhr 2012-10-23T13:57:27+0200
Essen. Bußgeld, Punkte, Fahrverbot: Egal ob "Blitz-Marathon" oder normale Geschwindigkeitskontrolle, wer motorisiert zu schnell erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Das kann bis zu 600 Euro kosten. Schon ein Stundenkilometer zuviel auf dem Tacho, kann je nach Tempo eine Strafe um 200 Euro erhöhen.
Mit mindestens 171 Stundenkilometern raste am Dienstagabend in der vergangenen Woche ein 25-jähriger Mann aus Hattingen mit seinem Audi in Bochum - mitten hinein in eine Geschwindigkeitskontrolle der Polizei. „Ich wollte mal sehen, was der Wagen so drauf hat“, soll er den Beamten erklärt haben. Von der Erfahrung darf der 25-Jährige noch etwas zehren: Laut Bußgeld-Katalog muss er mit 600 Euro Strafe rechnen und drei Monate Führerscheinentzug - er war knapp 100 Stundenkilometer schneller gefahren, als an dieser Stelle erlaubt.
An diesem Mittwoch startet die NRW-Polizei landesweit ihren mittlerweile dritten "Blitz-Marathon", mit diesmal insgesamt 4000 Tempo-Messstellen auch über die Landesgrenzen hinaus . Autofahrer sollten also mindestens während der 24 Stunden der Aktion, die offiziell am Donnerstagmorgen um 6 Uhr endet, sich besser danach richten, was auf den Tempo-Schildern an den Straßen steht. Wer es nicht tut und erwischt wird, darf ein Bußgeld erwarten; bis 35 Euro werden dabei von der Polizei vor Ort kassiert - ganz bequem, per EC-Karte.
Innerorts, außerorts - leichte Unterschiede bei Geldbußen
Die Straßenverkehrs-Ordnung setzt bei Verstößen auf eine dreifache Ahndung: Geld, Punkte, Fahrverbot. Teuer wird es bei Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 Stundenkilometer - egal ob inner- oder außerorts. Dann bekommt man einen Punkt auf seinem Konto im "Verkehrszentralregister" aufgebrummt; der Bußgeldkatalog sieht zudem 70 Euro (außerorts) oder 80 Euro (innerorts) Regelsatz als Strafe vor.
Ein Fahrverbot riskiert auf jeden Fall, wer mit 31 bis 40 Stundenkilometer zu viel auf dem Tacho geblitzt wird: Wer in der Stadt mit 81 Km/h unterwegs ist, wo 50 Km/h gestattet sind, kann sich darauf einstellen, 200 Euro zu zahlen, vier Punkte in Flensburg verbucht zu bekommen - und ein Fahrverbot dazu. Außerorts kostet eine derartige Geschwindigkeitsüberschreitung laut Bußgeldkatalog-Regelsatz 40 Euro weniger, in Flensburg werden drei Punkte verbucht - aber der Führerschein ist auch erstmal für einen Monat weg.
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21:32
@cui.bono: Das sehe ich etwas anders. Es war in allen(!) Medien ja kaum zu übersehen, dass heute die große Blitzaktion geplant war.
Wer da trotzdem zu schnell fährt, ist es ja nu echt selbst schuld.......
...
Was aber nicht heißen soll, dass nicht ansonsten schon reichlich abgezockt würde....
16:42
Komisch, ich bin heute gut 250km durch NRW gefahren und habe nirgends die Rennleitung stehen sehen. Entweder fahre ich so anständig, das ich für die uninteressant war oder die standen nirgends.
Geblitzdingst wurde ich dieses Jahr zweimal, einmal in einer 30er Zone wo ich noch ein Tick zu schnell war und einmal nach dem Abbiegen beim Beschleunigen, wo ich dann leider eine idee zu schnell war. Je 15€, kann bei knapp 150000km im Jahr passieren.
14:21
Als erstes sollte mal das Bußgeld durch eine verdienstabhängige Zahlung ersetzt werden.
Das würde schon mal die Raser stoppen, die ihr Bußgeld aus der Portokasse zahlen.
Die wahren Raser kommen viel zu billig weg! Strafe nach Verdienst ist korrekt und bei Wiederholung ist der Flappen für immer weg! Jeder fährt mal zu schnell, warum auch immer, aber bei z.B. in einer Ortschaft steckt schon Absicht dahinter! Es hat jeder die Chance sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Das Gejammer ist groß, wenn es Unfälle mit Toten gibt. Egal was die Polizei unternimmt oder unterlässt, es gibt immer üble meckerer.
11:42
kumpelanton | #7
wenn ich eine Bank überfalle bin ich ein Bankräuber, ob ich nu 50Euro oder 500.000 hab mitgehen lassen. (Nagut ab 1 Mio bin ich Bänker) Schlechtes Beispiel.
Aber so ähnlich verhält sich das mit dem Rasen in Städten.
Ab 51 km/h sind Sie ein Raser.
11:36
carbid | #5
Überstunden werden keine bezahlt sondern abgefeiert.
Und wir bezahlen Beamte immer, ob sie Bürger jagen oder in ihren Wachen Skat kloppen.
Das kostet den Steuerzahler IMMER das gleiche.
Mit den Wohnungseinbrüchen ist es das gleiche, Skat kloppende Bullen fangen genauso wenig Räuber wie Bürger jagende.
Angeordnete Überstunden (hier in Form eines Sondereinsatzes) sind sehr wohl auszuzahlen.
Von daher kostet das schon Geld.
Auch werden Polizeifahrzeuge bewegt, die sonst eigentlich einen Standtag hätten.
Das kostet Geld für Sprit.
Aber der Dauerwahlkampf des Herrn Jäger rechtfertigt auch diese Gelder.
Quatsch, allein die Essener Polizei schiebt 165000 Überstunden vor sich her - und durch die Blitzer-Aktionen kommen jede Menge dazu. Die abzufeiern ist in weiter Ferne, dazu ist das Personal viel zu knapp.
http://www.derwesten.de/staedte/essen/165-000-ueberstunden-bei-der-polizei-in-essen-id7009936.html
Anstonsten habe sie mehr als eine blühende Phantasie, wenn sie sich Polizisten vorstellen können, die lieber Skat kloppen als bei einem gemeldeten Wohnungseinbruch tätig zu werden. Aber da können sie ganz beruhigt sein, für solche krankhafte Wahnvorstellungen gibt es durchaus Behandlungsmöglichkeiten...
10:47
Es kommt immer mal vor, dass man einen Tick (60 statt 50) fährt. Dafür aber den Begriff "Raser" zu verwenden, halte ich für maßlos überzeugen. Damit kriminalisieren alltägliche Ordnungswidrigkeiten, die schlimmstenfalls ein Verwarnungsgeld kosten.
Nur mal so zurErinnerung:
Wo ich mit einer Vollbremsung aus 50 km/h zum Stehen komme, habe ich aus 60 km/h noch eine Geschwindigkeit von 35 km/h - und schon wieder eintotes Kind im Strassenverkehr.
Sehr richtig. Die meisten unterschaetzen 10Km/h zu schnell
10:19
Oha, carbid, erwischt worden? ;-)
Geschwindigkeitsverstöße sind keine Kavaliersdelikte, sondern gefährden Leben und Gesundheit. Insofern ist die Arbeitszeit der eingesetzten Beamten gut genutzt.
Nein, nicht erwischt worden.
Ich halte mich an die Limits!
09:58
Andere Zahlen wären in diesem Zusammenhang auch mal interessant.
Wie viele Überstunden mussten die Polizisten für diesen Marathon machen?
Was kostet das die Steuerzahler?
Oder auch
Wie viele Wohnungseinbrüche über Tag gab es während dieser Aktion?
08:27
Mensch nee, heute Morgen Innenstadt von Münster, viele zuckeln mit knapp 40 km/h durch die Stadt.
Manche überholen wo es geht und dann "knips".
Lieber Herr Jäger, blitzen Sie von mir aus jeden Tag immer und überall, aber BITTE ohne die Vorankündigungen!! Es bringt den Verkehr zu erliegen!
08:27
Wer mit 31 km/h in der Stadt und mit 41km/h ausserorts zu schnell faehrt ,ist nicht geeignet am Strassenverkehr teilzunehmen. Mit 81km/h ein Kind auf dem Zebrastreifen anfahren ,dann weiss jeder was uebrig bleibt.